Milliardendeal mit US-Bank General Electric stößt Finanzsparte ab

In Zukunft will sich GE auf das industrielle Kerngeschäft konzentrieren: Der Großkonzern verkauft seine Finanzsparte an die US-Bank Wells Fargo. Vermögenswerte von 32 Milliarden Dollar wechseln den Besitzer.

Das Logo von General Electric: GE Capital soll fast komplett verkauft werden
REUTERS

Das Logo von General Electric: GE Capital soll fast komplett verkauft werden


Der Siemens-Konkurrent General Electric (GE) verkauft sein Spezial-Finanzportfolio an die US-Bank Wells Fargo. Das Geschäft solle bis zum ersten Quartal 2016 abgeschlossen werden, teilten die Unternehmen mit. Es schließt unter anderem Kredite für Händler und Hersteller von Booten und Wohnmobilen ein.

Insgesamt wechselten Vermögenswerte von etwa 32 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 28 Milliarden Euro, den Besitzer. Rund 3000 Angestellte wechseln den Arbeitgeber. Die Transaktion solle bis zum ersten Quartal 2016 abgeschlossen werden.

GE folgt damit dem Plan, das Geschäft mit Finanzdienstleistungen drastisch zu schrumpfen und sich auf den Kernbereich Industrie zu konzentrieren. Der Konzern hatte im Frühjahr angekündigt, die Finanztochter GE Capital nahezu komplett verkaufen zu wollen.

Es seien bereits Anteile im Wert von 126 Milliarden Dollar veräußert worden, betonte GE-Topmanager Keith Sherin. Das entspreche mehr als 60 Prozent des geplanten Gesamtvolumens.

GE hatte im April angekündigt, den Bereich GE Capital durch Verkäufe um rund 200 Milliarden Dollar auszudünnen. Der Deal mit Wells Fargo sei die bislang größte Transaktion. Die US-Großbank hatte im April schon bei einem GE-Immobilienpaket zugeschlagen.

amt/Reuters/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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Sixpack, Joe 14.10.2015
1. Wieviel
kostet Siemens?
dualerstudent 14.10.2015
2.
Die Übernahme von Siemens durch GE würden die Kartellämter wohl nicht durchgehen lassen (zum Glück)
glasshaus 14.10.2015
3.
Sie meinen vielmehr die deutschen Behörden würden ihren Einfluss nutzen um einen deutschen Konzern vor einer Übernahme zu schützen... Im übrigen; ich vermute das war er ein subtiler Hinweis auf den Größenvergleich zwischen den beiden Unternehmen. GE Verkauft einen Teil der nicht zum Kerngeschäft gehört und könnte mit diesem Erlös theoretisch schon 1/3 am Siemenskonzern erwerben... wenn man dann noch die Festgeldreserven in Europa/Asien dazu nimmt wäre ein Kauf finanziell und ihne Schulden leicht zu stemmen. Wie gesagt, theoretisch. ..
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