Tarifstreit GM-Mitarbeiter streiken für bessere Einkommen

Nach Jahren der Zurückhaltung fordern die Arbeiter von General Motors ihren Anteil am Wiederaufstieg des Auto-Riesen. Das Management zeigt sich allerdings bei Weitem nicht so großzügig, wie die Gewerkschaft es gern hätte.

UAW-Chef Gary Jones: "Unser letztes Mittel"
Paul Sancya/AP

UAW-Chef Gary Jones: "Unser letztes Mittel"


Beim US-Autobauer General Motors wird erstmals seit 2007 landesweit gestreikt. Der Ausstand betrifft Gewerkschaftsangaben zufolge rund 48.000 auf Stundenbasis beschäftigte Arbeitnehmer und begann am Sonntag ab Mitternacht. Die US-Autogewerkschaft UAW hatte dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen, da die Tarifverhandlungen mit dem Management bislang ergebnislos geblieben sind. "Wir tun das nicht leichtfertig", sagte UAW-Vertreter Terry Dittes in Detroit. "Das ist unser letztes Mittel." Ein länger anhaltender Arbeitskampf könnte dazu führen, dass GM die Produktion in Nordamerika herunterfahren muss.

Die Gespräche sollen am Montag fortgesetzt werden. Beide Seiten streiten über diverse Themen wie Löhne, Gesundheitsvorsorge, Zeitarbeit, Arbeitsplatzgarantien, mögliche Werksschließungen und Gewinnbeteiligungen. Die Gewerkschaft will durchsetzen, dass Werke in Ohio und Michigan nicht geschlossen werden. Zudem argumentiert die UAW, dass die Arbeiter nach Jahren mit Rekordgewinnen eine höhere Bezahlung verdienten.

Die Beschäftigten von GM traten zuletzt 2007 während der Tarifverhandlungen in einen zweitägigen Streik. Noch schmerzhafter in Erinnerung ist allerdings der Arbeitskampf im Jahr 1998 in Flint, Michigan, der 54 Tage dauerte und den führenden US-Autobauer mehr als zwei Milliarden Dollar kostete.

mik/Reuters

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