Zündschloss-Skandal General Motors muss 35 Millionen Dollar Strafgeld zahlen 

Der Skandal um mangelhafte Zündschlösser kommt General Motors teuer zu stehen. Nach einem mit der US-Regierung ausgehandelten Vergleich muss der Autoriese 35 Millionen Dollar Strafe bezahlen.

GM-Zentrale: Künftig schnellere Reaktion bei Mängeln
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GM-Zentrale: Künftig schnellere Reaktion bei Mängeln


Washington - Wegen des verschleppten Rückrufs von 2,6 Millionen Autos mit gefährlichen Zündschlössern steht General Motors Chart zeigen am Pranger. Am Freitag einigte sich der Konzern mit dem US-Verkehrsministerium in einem Vergleich. Dabei verpflichtet sich GM unter anderem zur Zahlung eines Strafgeldes in Höhe von 35 Millionen Dollar und versicherte, künftig schneller zu reagieren, wenn Sicherheitsmängel zutage treten.

Dies ist die Maximalstrafe, die die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA verhängen kann. Die Behörde warf dem Hersteller am Freitag vor, den Mangel zu spät gemeldet zu haben. General Motors hat wegen des Defekts weltweit 2,6 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten gerufen.

Bei mehreren älteren Modellen, die vor allem in den USA verkauft wurden, kann der Zündschlüssel wegen eines zu schwach ausgelegten Schalters während der Fahrt in die "Aus"-Position zurückspringen. Dadurch wird nicht nur der Motor abgeschaltet, sondern auch Airbags, Servolenkung und Bremskraftverstärker. GM führt Unfälle mit 13 Toten auf den Defekt zurück; Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen.

Der Opel-Mutterkonzern muss sich den Vorwurf anhören, das Problem ein Jahrzehnt lang ignoriert zu haben. Der Rückruf begann erst Anfang des Jahres unter der neuen Konzernchefin Mary Barra. Sie will Vertrauen zurückgewinnen und hat deshalb wegen diverser Mängel eine gigantische Rückruf-Aktion angestoßen. Weltweit müssen inzwischen 12,8 Millionen Wagen in die Werkstätten, knapp 11,2 Millionen davon in den USA.

mik/dpa-AFX/Reuters



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derrock 19.05.2014
1. Während Toyota ...
... für ein angeblichen Gaspedalschaden (der nie wirklich bewiesen wurde) eine Milliardenstrafe zahlt muss GM für einen bekannten, verschleppten Fehler der zwischen 12 und 200 Menschen das Leben gekostet hat "nur" 35 Millionen zahlen ... Was soll man dazu bitte noch sagen ? Die USA wissen halt wie man die eigene Wirtschaft stützt.
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