Australische Marke Holden wird eingestellt General Motors zieht sich aus mehr internationalen Märkten zurück

Der US-Autohersteller GM fokussiert sich stärker. Er verabschiedet sich aus Australien, Neuseeland und Thailand. In Märkten wie Europa visiert der Konzern eine lukrative Nische an.
Holden-Händler in Melbourne

Holden-Händler in Melbourne

Foto: WILLIAM WEST/ AFP

Der US-Autokonzern General Motors (GM) geht beim Umbau des Konzerns die nächsten Schritte. Das Unternehmen zieht sich von immer mehr Märkten außerhalb der USA und Chinas zurück. In Australien und Neuseeland würden Vertrieb, Entwicklung und Ingenieurarbeiten eingestellt, kündigte das Unternehmen an. Die Marke Holden, lange Zeit eine Ikone auf dem australischen Automarkt, werde 2021 eingestellt.

Darüber hinaus will GM das Produktions- und ein Motorenwerk in Thailand an den chinesischen Autohersteller Great Wall Motor verkaufen. Die Transaktion soll bis Ende 2020 abgeschlossen werden.

Der Konzern will sich aus für ihn unprofitablen Märkten zurückziehen. Schon 2015 hatte GM angekündigt, sich stärker auf seine Kerngeschäfte zu fokussieren, Kosten zu senken und unprofitable Automärkte zu verlassen. GM konzentriere sich auf Märkte, "wo wir die richtige Strategie für gute Gewinne haben", sagte Konzernchefin Mary Barra jetzt.

Frei werdende Finanzmittel sollen künftig stärker in die Entwicklung künftiger Mobilitätskonzepte fließen, etwa Elektroautos und andere alternative Antriebe. Zudem konzentriert sich GM außerhalb der USA auf die Märkte, wo sich der Autohersteller gut positioniert sieht: Südamerika, den Mittleren Osten und Korea. In Europa, Russland und Japan, wo GM keine bedeutenden Marktanteile halte, wolle sich der Konzern auf ein Nischenkonzept konzentrieren und hochpreisige, profitable Modelle importieren.

kig/Reuters
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