Genese der Irland-Krise Endspiel in Europas Casino

Bankenautomaten in Dublin: Vom Tiger zum Pflegefall
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Bankenautomaten in Dublin: Vom Tiger zum Pflegefall

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5. Teil: Warum deutschen Steuerzahlern Verluste drohen


Die Hilfe, welche die deutsche Regierung Irland über den EU-Schutzschirm gewährt, ist zunächst nur eine Bürgschaft. Echtes Geld fließt zunächst nur über den EU-Krisenfonds EFSF. Der nimmt am Kapitalmarkt Kredite auf und reicht diese mit einem leichten Zinsaufschlag an Irland weiter.

Nur wenn Irland seine Schulden an den EU-Krisenfonds später nicht zurückzahlen kann, würde die deutsche Bürgschaft fällig. Die Bundesrepublik müsste dann einen Teil der EU-Abschreibungen übernehmen. Der deutsche Anteil beträgt ein Viertel der möglichen EFSF-Ausfälle.

Auch wenn es für den deutschen Steuerzahler zunächst unbequem ist, für die Rettung irischer Zockerbanken zu bürgen - aus Sicht von Experten bleibt der Bundesrepublik gar keine andere Wahl.

"Die Rettung irischer Banken bedeutet auch die Rettung deutscher Institute", sagte der Wirtschaftsweise Peter Bofinger vergangenen Donnerstag im Interview mit SPIEGEL ONLINE. "Die Forderungen ausländischer Banken gegenüber irischen Schuldnern belaufen sich auf rund 320 Prozent des irischen Bruttoinlandsprodukts. Man muss sich die Frage stellen, ob der irische Staat jemals in der Lage wäre, für so hohe Verbindlichkeiten einzustehen."

Das Engagement deutscher Banken in Irland ist in der Tat hoch. Nach Angaben der Bundesbank halten Deutschlands Banken insgesamt Forderungen in Höhe von gut 114,7 Milliarden in Irland - allein an irische Banken haben sie Kredite in Höhe von 43 Milliarden Euro vergeben.

Forderungen deutscher Banken in Irland

Sektor Forderungen in Euro (gerundet)
Banken 43 Milliarden
Unternehmen 69 Milliarden
Staatsanleihen 2,3 Milliarden
Gesamt 114,7 Milliarden

Stand: Ende August 2010, Quelle: Bundesbank

insgesamt 162 Beiträge
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meinefresse 22.11.2010
1. Schon komisch
Als wir hier noch die soziale Marktwirtschaft und die Deutsche Mark hatten ging es aufwärts, die Löhne stiegen, die Arbeitslosenzahlen waren niedrig, die meisten Menschen waren zufrieden und hatten einen gewissen Wohlstand. Jetzt sind wir auf dem Weg in Richtung angelsächsisches Modell, der Finanzsektor ist wichtiger als die Realwirtschaft, ohne Rücksicht auf Mensch, Natur oder Moral zählt nur noch die Rendite. Menschen sind nur noch Humankapital, welches man mit Überstunden ausquetschen und mit 40 dann total ausgebrannt der Allgemeinheit auf's Auge drücken kann. Auf die Dauer wird das nicht mehr gutgehen...
hint 22.11.2010
2. ohne deutschlands exportüberschuss wäre das alles nicht passiert
wer hat denn seit jahren nichts anderes im sinn, als noch mehr zu exportieren und damit die europäischen mitstaaten in die enge getrieben? sollte ein staat, der mit seinem aufgeblähten niedriglohnsektor innerhalb einer gemeinschaft konkurrenzlos geworden ist, andere dafür schimpfen, dass sie nicht dem wirren neoliberalen duktus gefolgt sind? wenn die deutsche regierung nicht einmal den unterschied von betriebswirtschaft und volkswirtschaft kennt und nebenbei mal das solidaritätsprinzip untergräbt, mit hilfe der medien und pr-agenturen á la "berlin polis" jung gegen alt, mittelklasse gegen finanziell schwache aufhetzt. wenn private versicherungen für rente und jetzt auch noch pflege aus dem staat heraus gefördert werden, die ein eigentlich gut funktionieredes staatliches rentensystem zerstören. wenn diese politiker offensichtliche verbindungen haben zu den versicherern... ...ja, was dann? machen wir uns es ruhig einfach, diffamieren andere für unsere eigenen fehler.
dr_gisela_v._kerf-binsing 22.11.2010
3. Flüsterer
Neulich las ich die Prophezeiungen einiger kluger* Köpfe, wie es denn in den nächsten Jahren mit der Finanzwirtschaft aussehen wird. Nicht gut. Blickt irgendjemand aus der Bundesregierung einige Jahre vorraus? Vermutlich nicht, verlassen sich diese Leute doch aus naheliegenden Gründen auf hochbezahlte Pferdeflüsterer. Ich glaube ihnen nicht. *soweit man dies annehmen kann
don_tango 22.11.2010
4. Titel
"Als Mitglied der Euro-Zone muss die Bundesrepublik den irischen Staat vor der Pleite bewahren." Warum?
mike stevens 22.11.2010
5. Kinder und Enkel zahlen für Parteienspender
Warum Ungeborene den Reichtum der Bonibezieher zahlen liegt an den Parteispenden für Schwarzgeldparteien. Da in Deutschland Banker die Politik bestimmen, kann nur der Schwarzgeldwähler beantworten. Waaahhhnsinn schon allein diese Passage: "Die Rettung irischer Banken bedeutet auch die Rettung deutscher Institute", sagte der Wirtschaftsweise Peter Bofinger vergangenen Donnerstag im Interview mit SPIEGEL ONLINE. "Die Forderungen ausländischer Banken gegenüber irischen Schuldnern belaufen sich auf rund 320 Prozent des irischen Bruttoinlandsprodukts. Man muss sich die Frage stellen, ob der irische Staat jemals in der Lage wäre, für so hohe Verbindlichkeiten einzustehen."
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