Geplatzter Verkauf General Motors und Sberbank legen Opel-Streit bei

Beinahe hätte die russische Sberbank im vergangenen Jahr den Autobauer Opel gekauft - doch in letzter Minute scheiterte der Deal: Nun zahlt die Konzernmutter General Motors eine Entschädigung für die geplatzte Übernahme. Wie hoch die Summe ausfällt, bleibt aber offen.
Sberbank-Logo in Moskau: Gang vor Gericht nun hinfällig

Sberbank-Logo in Moskau: Gang vor Gericht nun hinfällig

Foto: A2800 epa Sergei Chirikov/ dpa

Moskau - Der US-Autobauer General Motors und die russische Sberbank haben ihren Streit um den geplatzten Opel-Deal beigelegt. GM habe der größten Bank Russlands dafür Geld gezahlt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Welche Summen geflossen sind, wurde nicht bekannt. GM und Sberbank   teilten am Montag lediglich mit, sie hätten sich auf eine für beide Seiten akzeptable Lösung geeinigt.

Das Bieterrennen um Opel hatte sich im vergangenen Jahr über Monate hingezogen, zwischenzeitlich hatte die russische Bank gemeinsam mit dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna quasi den Zuschlag für den Autobauer erhalten. Im November aber hatte GM überraschend erklärt, Opel doch selbst sanieren zu wollen. Sberbank- Chef German Gref hatte damit gedroht, vor Gericht zu ziehen, sollte GM keine Entschädigung zahlen.

Opel Antwerpen: Abstimmung über Sozialplan läuft

Unterdessen läuft die Opel-Sanierung unter Leitung von GM auf Hochtouren. Die Mitarbeiter im Opel-Werk Antwerpen haben am Montag mit der Abstimmung über den Sozialplan begonnen. Dabei geht es um eine Vorruhestandsregelung und Abfindungen für die 2560 Beschäftigten an dem Standort, von dem sich Opel bis Ende des Jahres trennen will. Das Ergebnis des Votums werde erst am Dienstag vorliegen, sagte ein Unternehmenssprecher in Rüsselsheim.

Fast die Hälfte der Belegschaft soll den Hersteller bis Ende Juni verlassen. Die restlichen Arbeitnehmer werden zum Jahresende ausscheiden, wenn das Werk nicht bis Ende September von einem Investor übernommen wird. Mit der Schließung des Standorts sollen die Überkapazitäten bei dem angeschlagenen Autobauer abgebaut werden.

yes/Reuters/dpa
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