Flugbegleiter-Streik Germanwings streicht 72 Flugverbindungen am Mittwoch

Am letzten Tag des Streiks bei der Lufthansa-Tochter Germanwings sind erneut zahlreiche Flüge abgesagt worden. Immerhin: Vorerst soll der Streik nicht verlängert werden.
Rund 180 Germanwings-Flüge wurden während des dreitägigen Flugbegleiterstreiks bisher abgesagt

Rund 180 Germanwings-Flüge wurden während des dreitägigen Flugbegleiterstreiks bisher abgesagt

Foto: Thilo Schmuelgen/ REUTERS

72 Flugverbindungen mit Germanwings für diesen Mittwoch wurden gestrichen, wie aus dem von Eurowings im Internet veröffentlichten Sonderflugplan hervorgeht. Der Streik der Gewerkschaft UFO hatte am Montag begonnen - insgesamt wurden bisher während der drei Tage des Ausstands rund 180 Flüge abgesagt. Germanwings fliegt mit 30 Maschinen für Eurowings und bestreitet damit rund 20 Prozent des Flugbetriebs.

In dem Tarifstreit geht es um die Teilzeitregelungen für die laut UFO "fast ausschließlich weiblichen Flugbegleiterinnen". Germanwings hatte am Samstag den Tarifvertrag Teilzeit der Lufthansa "vollumfänglich und mit sofortiger Wirkung" angeboten. UFO wies das jedoch zurück.

Hinter dem Arbeitskampf steht ein erbitterter Streit zwischen der Flugbegleitergewerkschaft und der Lufthansa: Der Konzern zweifelt die Vertretungsbefugnis von UFO für das Kabinenpersonal an und sieht die "Gewerkschaftseigenschaft" ungeklärt. Das Vertrauensverhältnis ist tief gestört.

An diesem Mittwoch endet der Streik. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hatte zwischenzeitlich mit einer Verlängerung gedroht - verzichtet darauf nun aber. "Wir werden den Streik wie geplant am Mittwoch beenden", sagte ein UFO-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

"Dieser Streik ist unbegründet und für uns nicht nachvollziehbar", heißt es bei Eurowings. "Wir versuchen alles, um unseren Fluggästen ein normales Flugprogramm zwischen den Jahren anbieten zu können."

Reisende, deren Flug aufgrund des Streiks abgesagt wurden, können auf andere Flüge umbuchen: "Wenn Ihr Flug von einer Streichung betroffen ist, fügen Sie bitte zunächst Ihren Flug der Eurowings-App oder der mobilen Website über den Menüpunkt 'Meine Reisen' hinzu, damit wir Ihnen ihre verfügbaren Optionen anbieten können", heißt es auf der Eurowings -Webseite. "Gestrichene Flüge können dort kostenlos umgebucht werden. Für innerdeutsche Flüge besteht die Möglichkeit, das Flugticket in einen Zugfahrschein der Deutschen Bahn umzuwandeln." Eurowings zufolge können Reisende, die ihren Flug aufgrund des Streiks nicht antreten können, über das Callcenter auch auf Flüge nach dem Streikzeitraum kostenfrei umbuchen.

sop/AFP/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.