Vorstandsumbau Gerry-Weber-Aktie schießt um 23 Prozent in die Höhe

Das westfälische Modehaus Gerry Weber steckt schon länger in der Krise. Jetzt baut das Unternehmen seinen Vorstand um. Anleger reagieren deshalb erleichtert.

Herrenhemden von Gerry Weber
DPA

Herrenhemden von Gerry Weber


Anleger haben an diesem Donnerstag auf den angekündigten Vorstandsumbau beim kriselnden Modekonzern Gerry Weber euphorisch reagiert. Die Aktien des Unternehmens schossen um knapp 26 Prozent in die Höhe. Zuletzt waren die Papiere stark unter Druck geraten, nachdem das Unternehmen ein Sanierungsgutachten bestellt hatte. Gegenüber dem Rekordhoch von fast 40 Euro aus dem Jahr 2014 steht immer noch ein Wertverlust von über 90 Prozent zu Buche.

Gerry Weber hatte zuvor mitgeteilt, dass sich Firmenmitgründer Gerhard Weber ganz aus dem Unternehmen zurückzieht. Sein Sohn Ralf Weber, der ihn Anfang 2015 als Vorstandschef abgelöst hatte, wechselt in den Aufsichtsrat und hat damit künftig weniger im Tagesgeschäft zu sagen. Zudem zieht ein auf die Sanierung von Unternehmen spezialisierter Experte in das Management ein.

Analysten begrüßten zwar die personellen Veränderungen, viele teilten aber die Euphorie der Anleger nicht: Sowohl die Commerzbank als auch die Investmentbank Equinet und die Privatbank Hauck & Aufhäuser blieben bei ihren Verkaufsempfehlungen für die Aktie.

hej/dpa-AFX

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