Gewinneinbruch Naturkatastrophen und starker Yen schaden Toyota

Toyota muss einen starken Gewinneinbruch verkraften: Kaum hat sich der japanische Autokonzern etwas von der Katastrophe im Heimatland erholt, bremst nun die Flut in Thailand die Produktion. Hinzu kommt der starke Yen.

Toyota-Showroom in Tokio: Produktion läuft nur schleppend
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Toyota-Showroom in Tokio: Produktion läuft nur schleppend


Tokio - Die Flutkatastrophe in Thailand und der starke Yen belasten den japanischen Autobauer Toyota. Im vergangenen Quartal erzielte der Konzern ein unerwartet schwaches Ergebnis. Zusätzliche Schwierigkeiten bereiten dem Unternehmen die Folgen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im Heimatland.

Wie der Automobilkonzern mitteilte, schrumpfte der Gewinn im zweiten Geschäftsquartal um 18,5 Prozent auf 80,4 Milliarden Yen (rund 750 Millionen Euro). Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um fast fünf Prozent auf 4,57 Billionen Yen (rund 42,5 Milliarden Euro). Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr wollte der Konzern nicht abgeben.

Die Überschwemmungen in Thailand sorgen für einen Rückgang der Produktion, die seit dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan ohnehin gedrosselt ist. In mehreren Ländern, etwa den USA, Indonesien und auf den Philippinen, musste Toyota die Herstellung wegen fehlender Teile zurückfahren. Eine schnelle Lösung dieser Probleme sei nicht in Sicht, teilte der Konzern mit.

Weitere Probleme bereitet dem Unternehmen der starke Yen. Toyota-Präsident Akio Toyoda erklärte zu Beginn der Woche, die Währung habe inzwischen ein Niveau erreicht, das "weit über das tolerierbare hinausgeht". Deshalb könne es notwendig werden, die Produktion von Japan weg zu verlagern. Die Chefs der Hersteller Toyota Chart zeigen, Nissan Chart zeigen und Honda Chart zeigen forderten die japanische Regierung auf, die Kfz-Steuern zu senken, um den Autoabsatz anzukurbeln.

Toyota war im vergangenen Jahr noch der weltgrößte Autohersteller. Nach den Katastrophen und einer Rückrufaktion Anfang des Jahres belegt das Unternehmen nur noch den dritten Platz nach General Motors Chart zeigen und Volkswagen Chart zeigen.

irb/dapd/dpa-afxp/Reuters

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