Kriselnde Rasierermarke Gillette brockt P&G Milliardenverlust ein

Acht Milliarden Dollar musste Procter & Gamble auf seine Marke Gillette abschreiben. Unterm Strich machte der US-Konzern im vierten Quartal 2018 dadurch ein riesiges Minus.
Logo von Procter & Gamble

Logo von Procter & Gamble

Foto: John Minchillo/ picture alliance / AP Photo

Die Rasierermarke Gillette hat bei dem US-Konsumgüterhersteller Procter & Gamble im vierten Quartal einen milliardenschweren Verlust verursacht. Nach einer Abschreibung von acht Milliarden Dollar auf Gillette stand im vierten Viertel des Geschäftsjahres 2019 unterm Strich ein Verlust von 5,2 Milliarden Dollar, wie der Hersteller von Pampers-Windeln, Braun-Rasierern und Ariel-Waschmittel mitteilte.

Die Erlöse kletterten von April bis Juni um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 17,1 Milliarden US-Dollar. Bereinigt um Zu- oder Verkäufe sowie Währungseffekte betrug das Plus sieben Prozent.

Besonders positiv liefen die Geschäfte mit Gesundheitsprodukten dank höherer Preise und einem saisonal späten Anstieg von Husten- und Erkältungsfällen. Die Verkäufe stiegen um 13 Prozent, aus eigener Kraft erzielten die Produkte ein Plus von 10 Prozent.

Daneben verkauften sich auch hochpreisige Hautpflegeprodukte gut. Der Markt für Rasierklingen und Rasierapparate schrumpfte hingegen, was nach Unternehmensangaben am selteneren Rasieren und konkurrierenden Anbietern lag.

ssu/dpa
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.