Wegen starker Nachfrage Deutsche Börse bunkert mehr als 200 Tonnen Gold

In Zeiten niedriger Zinsen wird Gold als Anlageform wieder attraktiver. Die Deutsche Börse bekommt das handfest zu spüren, denn sie muss für jeden Anteilschein echtes Gold vorhalten - inzwischen mehr als 200 Tonnen.
Goldbarren: Ruf als sicherer Hafen für Anleger

Goldbarren: Ruf als sicherer Hafen für Anleger

Foto: Tamara Abdul Hadi / Reuters

Der Goldbestand bei der Deutschen Börse in Frankfurt hat erstmals die Marke von 200 Tonnen überschritten. Grund ist eine kräftige Nachfrage nach dem Edelmetall als Anlage. Knapp 200,1 Tonnen Gold lagern nach Angaben der Börse aktuell in den Tresoren des Unternehmens. Zum Jahreswechsel waren es noch 181,5 Tonnen.

Neues Gold kommt immer dann hinzu, wenn Anleger die sogenannte Xetra-Gold-Anleihe erwerben. Für jeden Anteilschein wird ein Gramm des Edelmetalls hinterlegt. Derzeit hat der Goldbestand einen Wert von 8,5 Milliarden Euro - ebenfalls ein Höchststand.

Gold gilt in turbulenten Zeiten als sicherer Hafen für Anleger. Zudem werfen Anlagen wie Sparbuch oder Tagesgeld wegen der niedrigen Zinsen kaum noch etwas ab. Auch die Börse Stuttgart bietet ein börsengehandeltes Wertpapier auf Goldbasis an ("Euwax Gold").

Einige Anleger lassen sich ihr Gold sogar nach Hause liefern: Seit der Einführung von "Xetra-Gold" im Jahr 2007 haben Anleger von dieser Möglichkeit 1053 Mal Gebrauch gemacht. Insgesamt wurden dabei nach Angaben der Deutschen Börse 5,1 Tonnen Gold ausgeliefert.

rai/dpa
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