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12. Mai 2016, 17:48 Uhr

Nervöse Börsen

Gold-Nachfrage steigt rasant

Die Zinsen sind mickrig, die Börsen schwanken bedenklich: An den Märkten herrschen unsichere Zeiten. Immer mehr Anleger flüchten daher in eine vermeintlich sichere Anlage: Sie kaufen Gold.

Gold war im ersten Quartal unter Anlegern extrem beliebt. Die Nachfrage nach dem Edelmetall ist Berechnungen des World Gold Council zufolge gegenüber dem Vorjahresquartal um 21 Prozent auf 1289,8 Tonnen gestiegen. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Londoner Interessenvereinigung von Goldförderern hervor.

Höher sei die Nachfrage seit Beginn der Messungen zur Jahrtausendwende nur einmal im vierten Quartal 2012 gewesen, hieß es. Außerdem handle es sich um die stärkste bisher in einem ersten Quartal verzeichnete Nachfrage.

Die Beliebtheit des Goldes bei Anlegern sei auf Unsicherheiten aufgrund von Schwankungen an den Aktienmärkten und auf die niedrigen Zinsen vor allem in den USA zurückzuführen, sagte Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. Zudem hätten die Zentralbanken unter dem Strich wie schon seit über fünf Jahren weiter Gold zugekauft, wenn auch etwas weniger als zuletzt.

Die überaus starke Nachfrage von Investoren im ersten Quartal werde sich voraussichtlich zwar kaum wiederholen lassen, schätzt Weinberg. Dafür dürfte aber künftig die Schmucknachfrage, die zuletzt nachgelassen hatte, wieder stärker anziehen. "Der Goldpreis sollte daher mittelfristig gut unterstützt sein."

Der Goldpreis befindet sich momentan auf vergleichsweise hohem Niveau. Anfang vergangener Woche kostete eine Feinunze (31,1 Gramm) mehr als 1300 Dollar und war damit so teuer wie seit Januar 2015 nicht mehr. Seitdem ist der Preis wieder leicht gesunken.

ssu/dpa

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