Starker Dollar Goldpreis fällt auf Fünfjahrestief

Der starke Dollar belastet den Goldpreis: Er brach zeitweise um mehr als vier Prozent ein - auf den tiefsten Stand seit März 2010.

Goldbarren: Das Edelmetall wird in Dollar gehandelt
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Goldbarren: Das Edelmetall wird in Dollar gehandelt


Der Goldpreis für eine Feinunze (31 Gramm) ist am Montag auf den tiefsten Stand seit gut fünf Jahren gefallen. Zeitweise war der Preis innerhalb weniger Minuten um mehr als vier Prozent beziehungsweise mehr als 40 Dollar auf 1086 Dollar eingebrochen. Das war der tiefste Stand seit März 2010.

Zuletzt erholte sich die Notierung etwas auf 1115 Dollar. Sie lag damit aber immer noch 19 Dollar beziehungsweise 1,7 Prozent tiefer als am Freitag. Stark belastet wird der Goldpreis zurzeit durch den immer stärkeren Dollar. Die US-Währung steigt im Wert, weil Anleger auf baldige Zinsanhebungen der amerikanischen Notenbank Fed setzen - bislang hielt sie an der Niedrigzinspolitik fest.

Gold wird in Dollar gehandelt, deswegen verteuert ein stärkerer Dollar das Edelmetall für Anleger außerhalb des Dollarraums - etwa aus Europa. Das drückt die Goldnachfrage und damit den Goldpreis.

Für Optimismus sorgt am deutschen Aktienmarkt am Montag die Erleichterung um die Entwicklungen in Griechenland. Der Dax sprang zwischenzeitlich um rund ein Prozent auf den höchsten Stand seit Ende Mai. Zuletzt stand der deutsche Leitindex mit 0,92 Prozent im Plus bei 11.781 Punkten.

In Griechenland stand vor allem die Wiedereröffnung der griechischen Banken im Fokus. Auch die überfälligen Raten an den IWF und weitere fällige Forderungen der EZB hat die Regierung in Athen beglichen: Insgesamt überwies sie 6,25 Milliarden Euro. Die Börse in Athen hingegen blieb vorerst noch geschlossen. Der Handel an Griechenlands Aktienmarkt ruht damit bereits seit dem 29. Juni.

bos/dpa

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