Fed und FDIC Finanzaufseher finden Mängel in Notfallplänen von vier US-Großbanken

Mit sogenannten Testamenten sollen US-Großbanken sicherstellen, dass sie bei einem Kollaps nicht von Steuerzahlern gerettet werden müssen. Nun haben Aufseher bei mehreren Instituten kleinere Defizite ausgemacht.
Bank-of-America-Logo in New York

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Foto: STEPHANIE KEITH/ REUTERS

US-Finanzaufseher haben in den Notfallplänen mehrerer einheimischer Großbanken kleinere Mängel gefunden. In vier Fällen gebe es Mängel bei den "Testamenten", teilten die Notenbank Fed und die Einlagensicherung FDIC in Washington mit. Bank of America , Goldman Sachs , Morgan Stanley und Wells Fargo müssten beim nächsten Mal verbesserte Abwicklungspläne einreichen.

Es handele sich aber nicht um gravierende Defizite, die eine überarbeitete Neuvorlage erforderten. Was genau beanstandet wurde, wurde nicht mitgeteilt. Keine Einwände gab es bei Bank of New York Mellon, Citigroup , JP Morgan Chase und State Street.

Mit den "Testamenten" sollen die Geldhäuser nach schlechten Erfahrungen in der Finanzkrise sicherstellen, dass sie bei einem Kollaps nicht wieder mit Steuergeldern gerettet werden müssen. Dazu werden detaillierte Pläne für eine Selbstabwicklung im Pleitefall vorgelegt, die risikolos für die restliche Finanzwelt bleiben soll.

Systemrelevante Banken, die so groß sind, dass ihr Zusammenbruch den ganzen Finanzsektor gefährdet, waren im Zuge der Krise auch in Deutschland und Europa ein großes Thema gewesen. Als "Too Big to Fail" ("Zu groß zum Scheitern") gelten Banken, deren Insolvenz die Volkswirtschaft mit höheren Kosten belasten würde als ihre Rettung.

asa/dpa
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