US-Großbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley machen mehr Gewinn

Die Ergebnisse sind besser als erwartet: Die US-Großbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley haben beide mit Problemen beim Handel zu kämpfen - und können dennoch Milliarden einstreichen.
Goldman-Sachs-Händler an der New Yorker Börse

Goldman-Sachs-Händler an der New Yorker Börse

Foto: Brendan McDermid/ REUTERS

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihren Gewinn im dritten Quartal trotz Schwierigkeiten im Handelsgeschäft gesteigert. Verglichen mit dem Vorjahreswert stieg der Überschuss um zwei Prozent auf 2,1 Milliarden US-Dollar, wie der Finanzkonzern mitteilte. Im wichtigen Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen sanken die Erlöse zwar um 26 Prozent. Damit fiel der Rückgang aber geringer aus als angenommen.

Dank deutlicher Zuwächse im klassischen Investmentbanking konnten die konzernweiten Erträge insgesamt um zwei Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar erhöht werden. Dazu zählen etwa die Beratung und Betreuung von Firmen bei Börsengängen und Wertpapierplatzierungen. Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen, die Aktie stieg vorbörslich zunächst um rund ein Prozent.

Goldman Sachs knüpft damit an die starken Zeiten der vergangenen Monate an. Die Bank gehörte nach dem Wahlsieg von Donald Trump im vergangenen Herbst zu den absoluten Börsenlieblingen. Von Anfang Oktober bis Anfang März war der Aktienkurs um mehr als 55 Prozent gestiegen. Zuletzt schwächelte die Aktie aber etwas.

Auch die US-Großbank Morgan Stanley hatte in den vergangenen Monaten mit Problemen in der Handelssparte zu kämpfen - vor allem wegen einer Flaute im Geschäft mit Anleihen. Dennoch konnte auch Morgan Stanley ihren Gewinn im dritten Quartal steigern. Dank der Stärke in der Vermögensverwaltung und im Investmentbanking sei der Gewinn um elf Prozent auf 1,69 Milliarden Dollar geklettert, teilte die Bank mit . Die Erträge legten um drei Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar zu.

apr/dpa-AFX/Reuters
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