Datenpanne Goldman Sachs schickt Kundendaten an falsche Mail-Adresse

Die US-Investmentbank Goldman Sachs will Google per Gerichtsbeschluss dazu zwingen, eine E-Mail mit streng vertraulichen Kundendaten zu löschen - und hat nun Recht bekommen. Die brisanten Informationen waren aus Versehen an eine falsche Adresse versendet worden.
Goldman-Sachs-Händler: Suche nach der Rechtsgrundlage

Goldman-Sachs-Händler: Suche nach der Rechtsgrundlage

Foto: BRENDAN MCDERMID/ REUTERS

New York - Bei der US-Investmentbank Goldman Sachs sind streng vertrauliche Kundendaten abhandengekommen. Goldman Sachs zufolge wollte der Mitarbeiter die Informationen an einen firmeneigenen Account mit der Domain gs.com schicken. Tatsächlich landete die Mail aber auf einem Google-Konto, das über gmail.com zu erreichen war.

Ein Mitarbeiter einer Vertragsfirma habe die Daten aus Versehen an eine falsche E-Mail-Adresse versandt, erklärte das Unternehmen in einer Klage, die bereits am Freitag in New York eingereicht wurde. Darin verlangt die Bank von Google, die Mail zu löschen. So könne eine "unnötige und massive" Datenschutzverletzung verhindert werden.

Am Donnerstag gab ein Gericht der Investmentbank Recht. Laut Goldman Sachs hat Google die E-Mail daraufhin blockiert. Kundendaten seien nicht verletzt worden. "Google hat uns ebenfalls mitgeteilt, dass auf das fragliche Konto nicht zugegriffen wurde, seit die E-Mail verschickt wurde", sagte ein Sprecher der Bank. Nun will die Bank die vollständige Löschung der Mail erreichen.

mik/Reuters