Ringen um geistiges Eigentum Google legt im Patentstreit mit Sonos nach

Der Patentstreit zwischen Google und Sonos geht in die nächste Runde: Der Internetkonzern wirft dem Lautsprecherhersteller unter anderem vor, Ideen bei der Sprachsteuerung abgekupfert zu haben.
Google-Logo in Frankreich: Streit um geistiges Eigentum

Google-Logo in Frankreich: Streit um geistiges Eigentum

Foto: Charles Platiau / REUTERS

Im Patentstreit zwischen Google und dem Lautsprecheranbieter Sonos holt der Internetriese nach einer verlorenen Runde zum Gegenschlag aus. Google reichte zwei neue Klagen ein, in denen Sonos die Verletzung von sieben weiteren Patenten vorgeworfen wird. Dabei geht es unter anderem um Technologien, die regeln, wie vernetzte Geräte mit Sprachassistenten mit einem Weckwort umgehen sowie um das drahtlose Aufladen von Akkus.

Sonos hatte sich Anfang des Jahres in einem Patentverfahren bei der US-Handelskommission ITC durchgesetzt. Das hatte Folgen für die Bedienung von Googles Lautsprechern. So müssen Nutzer deswegen bei einer Gruppe aus mehreren vernetzten Lautsprechern die Lautstärke bei jedem von ihnen einzeln verändern statt zusammen für alle.

Bei den neuen Klagen bezieht sich Google unter anderem darauf, dass Sonos einen eigenen Sprachassistenten zur Musiksteuerung auf seine Geräte brachte. Seit 2019 ist auf Sonos-Lautsprechern der Google Assistant verfügbar.

Der Chefjustiziar von Sonos, Eddie Lazarus, warf Google in einer Stellungnahme unter anderem auf der Website »Protocol« eine »Einschüchterungstaktik« vor. Sonos war ein Vorreiter beim Einsatz von vernetzten Lautsprechern in verschiedenen Räumen eines Haushalts und führt in dem Streit entsprechende Patente ins Feld.

mic/dpa-AFX
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