Zweites Quartal in der Coronakrise Google-Mutter Alphabet bricht der Gewinn ein

Alphabet kämpft im zweiten Quartal mit höheren Kosten, erstmals in der Google-Geschichte sinken die Werbeerlöse. Der Konzern übertraf dennoch die Erwartungen.
Google-Logo in London (Archivbild): Die wirtschaftliche Lage bleibe fragil, sagte Finanzchefin Ruth Porat

Google-Logo in London (Archivbild): Die wirtschaftliche Lage bleibe fragil, sagte Finanzchefin Ruth Porat

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BEN STANSALL/ AFP

Höhere Kosten und sinkende Werbeeinnahmen während der Corona-Pandemie haben den Google-Mutterkonzern Alphabet im zweiten Quartal belastet. Der Gewinn brach im Jahresvergleich von 9,95 Milliarden auf 6,96 Milliarden Dollar (5,87 Milliarden Euro) ein, wie der Internetkonzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. 

Alphabets Top-Einnahmequelle - das Anzeigengeschäft von Google - litt in der Krise. Zum ersten Mal in der 22-jährigen Geschichte des Unternehmens gingen die Erlöse zurück, auf 29,9 Milliarden Dollar. Das sind acht Prozent weniger als im Vorjahr.

Insgesamt schrumpften die Erlöse des Konzerns um rund zwei Prozent auf 38,3 Milliarden Dollar, blieb aber klar über dem Durchschnitt der Analystenschätzungen von 37,37 Milliarden. Die Bilanz wies auch einige Stärken auf. So wuchsen die Werbeerlöse der Video-Tochter YouTube um deutliche sechs Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar.

Wirtschaftliche Lage bleibe fragil

Googles Cloud-Geschäft steigerte den Umsatz sogar um 43 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar. Die gesamten Kosten und Ausgaben des Alphabet-Konzerns nahmen von 29,8 Milliarden auf 31,9 Milliarden Dollar zu, obwohl in einigen Bereichen stark gespart wurde.

Finanzchefin Ruth Porat zeigte sich in einer Konferenzschalte mit Analysten nach der Bilanzvorlage zufrieden mit den Zahlen, das Anzeigengeschäft habe sich zum Ende des Quartals hin schon wieder erholt. Allerdings bleibe die wirtschaftliche Lage fragil.

Obwohl Alphabet die Markterwartungen übertraf, fiel die erste Reaktion der Anleger nachbörslich verhalten aus. Die Aktie verbuchte zunächst nur einen leichten Anstieg. Im bisherigen Jahresverlauf hat der Kurs aber auch schon um 14,5 Prozent zugelegt.

ngo/dpa/Reuters
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