Absatzschwäche bei Autos Zulieferer Grammer senkt Umsatzziel

Angesichts roter Zahlen im dritten Quartal kann der Autozulieferer Grammer seine Umsatzprognose in diesem Jahr nicht halten. Grund dafür ist unter anderem die Übernahme durch den chinesischen Partner Ningbo Jifeng.

Grammer AG in Bayern
DPA / Grammer

Grammer AG in Bayern


Der bayerische Autozulieferer Grammer senkt nach der teuren Übernahme durch den chinesischen Partner Ningbo Jifeng und einem schwachen Autosommer sein Umsatzziel - um mindestens 50 Millionen Euro. Bislang war der Konzern von einem Umsatz von 1,85 Milliarden Euro im laufenden Geschäftsjahr ausgegangen. Grund für die gesenkte Prognose sei ein schwacher Autoabsatz im dritten Quartal vor allem auf dem europäischen Markt, teilte Grammer mit.

Das operative Ergebnis (Ebit) fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Konzernangaben zufolge zwischen Januar und September um 1,6 Millionen auf rund 57 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Grammer nun ein deutlich geringeres Ergebnis als im Vorjahr. 2017 hatte Grammer noch 66,5 Millionen Euro verdient.

Zudem ist Grammer seit August zu 84 Prozent im Besitz des chinesischen Autozulieferers Ningbo Jifeng. Die hohen Transaktionskosten dieses Geschäfts sowie die Folgekosten, die durch den angekündigten Rücktritt des gesamten Konzernvorstands anfielen, belasteten den Konzern ebenfalls, hieß es.

Nach der Übernahme hatten Ende September Vorstandschef Hartmut Müller, Finanzvorstand Gérard Cordonnier sowie Technikchef Manfred Pretscher ihre Rücktritte angekündigt.

cop/dpa-AFX/Reuters



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