»Greenwashing«-Vorwürfe US-Behörden weiten Überwachung der Deutschen Bank aus

Das US-Justizministerium nimmt die Deutsche Bank stärker ins Visier. Der Fondstochter DWS wird »Greenwashing« vorgeworfen – was das Geldinstitut zu spät gemeldet haben soll
Logo der Deutschen Bank (Symbolbild)

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Foto: Wolfgang Rattay / REUTERS

Die US-Behörden haben die Deutsche Bank wegen der »Greenwashing«-Vorwürfe gegen die Fondstochter DWS weiter auf dem Schirm. Wie aus dem Geschäftsbericht der Deutschen Bank hervorgeht, bemängelt das US-Justizministerium, dass es von dem Geldhaus über entsprechende Vorwürfe zu spät informiert worden sei. Die Bank habe damit gegen Berichtspflichten aus einer früheren Vereinbarung verstoßen. Mit dem US-Justizministerium sei nun Ende Februar vereinbart worden, dass die bestehende Überwachung durch einen unabhängigen Kontrolleur ausgeweitet werden soll bis Februar 2023. Die Deutsche Bank, die DWS und das US-Justizministerium lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Fondstochter DWS war 2021 mit dem Vorwurf des »Greenwashings« in die Schlagzeilen geraten . Hintergrund waren Anschuldigungen der ehemaligen Leiterin des Unternehmensbereichs Nachhaltigkeit, der Vermögensverwalter sei zu lax mit Kriterien bei nachhaltigen Investments umgegangen. Die US-Behörden schalteten sich Insidern zufolge ein. Die DWS hatte die Anschuldigungen des »Greenwashing« ihrer früheren Mitarbeiterin stets zurückgewiesen.

Das Thema Etikettenschwindel bei ESG-Investments – ESG steht für Umweltschutz, Sozialstandards und gute Unternehmensführung – stand bei Verbraucherschützern zuletzt ganz oben auf der Agenda. Sie fordern seit Längerem klare Standards und Leitlinien. Die EU-Kommission hatte unlängst ihre lange geplanten einheitlichen Einstufungen für »grüne« Investments auf den Weg gebracht. Diese Taxonomie blieb allerdings nicht ohne Kritik, da Atomkraft und Erdgas zumindest unter bestimmten Kriterien ein Öko-Label erhalten können.

jso/Reuters
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