Grillfest-Einladung Nutzer spotten über Xing-Mitarbeiter

Wie man sich bei Facebook Tausende unerwünschte Gäste einlädt, zeigte jüngst die 16-jährige Thessa. Doch ein Mitarbeiter des Business-Netzwerks Xing bewies nun, dass ein solcher Fauxpas nicht nur Teenagern passiert: Seine Einladung zu einer Grillparty machte er für elf Millionen Mitglieder sichtbar.

Hamburg - In seinem Profil gibt der Mann schon einiges preis: Er ist "Hobbysegler", führt "heterogene Teams durch stürmisches Wasser" und wurde 2010 als "Best Dressed Person" bei der Xing-Weihnachtsfeier ausgezeichnet - also als am besten gekleideter Gast. Doch bei aller Lockerheit, die der Mitarbeiter des Business-Netzwerks vermitteln möchte - nun ist ihm ein peinlicher Fauxpas unterlaufen.

Mit einem lockeren Spruch lud er kürzlich zu einem Grillfest ein. Den Hinweis auf die Party machte er aber nicht nur seinen Freunden und Kollegen zugänglich - sondern allen elf Millionen Nutzern des Netzwerks, berichtet die "Financial Times Deutschland". Ein Xing-Sprecher bestätigte SPIEGEL ONLINE, der Mitarbeiter habe die Veranstaltung versehentlich öffentlich gemacht - "eingeladen hat er jedoch nur einen kleinen Kreis von Leuten".

In Xing-Foren äußerten sich Nutzer prompt spöttisch: "Selbst Xing-Mitarbeiter steigen offensichtlich nicht mehr durch." Die Panne erinnert an den Fall Thessa. Vor wenigen Wochen hatte die Hamburgerin versehentlich die Einladung zu ihrem 16. Geburtstag für alle Facebook-Nutzer sichtbar geschaltet. Obwohl die Fete abgesagt wurde, kamen Tausende unerwünschte Gäste, es kam zu Ausschreitungen, die Polizei musste mit 100 Beamten eingreifen.

Im Fall des Xing-Mitarbeiters fragten nun mehrere Mitglieder an, ob sie denn auch zu der Grillparty kommen könnten. Der Sprecher des Netzwerks verweist jedoch darauf, dass es sich um eine private Party handle und keine Xing-Veranstaltung. Die Interessenten hätten dies auch bereits eingesehen und sich wieder von der Veranstaltung abgemeldet.

cte
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