Großbritannien Hochzeit der Mobilifunk-Giganten steht

Die Deutsche Telekom ist am Ziel: Der Konzern hat am Donnerstag den Vertrag mit France Télécom über eine Zusammenlegung des Mobilfunkgeschäfts in Großbritannien unterschrieben. Damit steigen die einstigen Konkurrenten zum britischen Marktführer auf.
T-Mobile- und Orange-UK-Shops: Gemeinsamer Marktanteil von 37 Prozent

T-Mobile- und Orange-UK-Shops: Gemeinsamer Marktanteil von 37 Prozent

Foto: PAUL ELLIS/ AFP

Bonn - Das von der Deutschen Telekom   und France Télécom   geplante Gemeinschaftsunternehmen in Großbritannien ist besiegelt. Der Vertrag, mit dem die beiden Konzerne ihre Mobilfunk-Töchter T-Mobile UK und Orange UK zusammenlegen, sei am Donnerstag unterzeichnet worden, teilte die Telekom mit.

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Für das Bonner Unternehmen bedeutet das einen Befreiungsschlag nach den Problemen in Großbritannien, wo T-Mobile nach Marktanteil nur den vierten Platz einnimmt. Das neue Unternehmen kann mit einem Marktanteil von zusammen etwa 37 Prozent zur Nummer Eins werden, vor O2 mit etwa 27 Prozent Marktanteil. Weitere großer Wettbewerber ist mit etwa 25 Prozent, die in Hongkong beheimatete kommt auf drei Prozent.

Die Unternehmen hatten das Joint Venture Anfang September angekündigt. Sie versprechen sich Synergien von mehr als vier Milliarden Euro und damit Vorteile gegenüber der Konkurrenz. Im Gegenzug fallen Integrationskosten von 600 bis 800 Millionen Euro im Zeitraum 2010 bis 2014 an. Ab 2011 soll sich die Transaktion positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken.

Die Telekom hatte auf ihre britische Tochter im ersten Quartal 1,8 Milliarden Euro abgeschrieben, nachdem Umsatz und operativer Gewinn massiv gesunken waren und die Rendite nur noch bei knapp 14 Prozent lag. Gemeinsam mit France Télécom kann T-Mobile nun mit Nachdruck in den Netzausbau investieren, um etwa den Umsatz mit Datendiensten zu stärken.

böl/Reuters/AP
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