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Start-ups Gründer fürchten Vermögensteuer

aus DER SPIEGEL 25/2021

Deutschlands Gründerszene hat Angst vor den Auswirkungen einer möglichen Vermögensabgabe. Das legt eine Umfrage des deutschen Start-up-Verbands unter 206 Unternehmern und 38 Investoren nahe. Demnach glauben mehr als 50 Prozent der Befragten, dass sie nicht in der Lage wären, eine Vermögensteuer in Höhe von einem Prozent zu bezahlen. Knapp 17 Prozent fürchten, sie müssten Unternehmensanteile verkaufen, ein Fünftel denkt für den Fall einer Einführung sogar über eine Unternehmensaufgabe nach. Für jeden zweiten Gründer wäre eine Verlagerung ins Ausland eine Option. Der Grund für die Sorgen sind die teils astronomischen Summen, mit denen Start-ups bewertet werden, obwohl sie operativ noch hohe Verluste schreiben und von externen Investoren abhängig sind. Gewinne werden in dieser Wachstumsphase selten realisiert, dementsprechend existieren die Vermögen der Gründerinnen und Gründer oft nur auf dem Papier, nicht auf dem Bankkonto. Eher könnten sich die Unternehmer mit einer höheren Körperschaftsteuer anfreunden: Mehr als 50 Prozent der Befragten würden einen befristeten Solidaritätszuschlag, etwa zur Finanzierung der Coronamaßnahmen, in Kauf nehmen.

rai
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