Grüner Strom Apple plant riesige Solarfarm

Es soll eine gigantische Solaranlage werden, so groß wie 57 Fußballfelder. Der Elektronikhersteller Apple will so sein neues Rechenzentrum mit Strom versorgen. Das klingt gut, doch ganz sauber wird der Konzern damit nicht.
Solarfarm in Spanien: So ähnlich könnte auch die Apple-Anlage aussehen

Solarfarm in Spanien: So ähnlich könnte auch die Apple-Anlage aussehen

Foto: Marcelo del Pozo/ REUTERS

New York - Apple will sein neues US-Rechenzentrum mit einer riesigen Solarfarm mit Strom versorgen. Die Anlage mit einer Fläche von rund 57 Fußballfeldern soll pro Jahr 42 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen, wie aus einem aktuellen Umweltbericht von Apple   hervorgeht.

Der Konzern hatte das Rechenzentrum im Bundesstaat North Carolina im vergangenen Jahr zum Start des Speicherdienstes iCloud gebaut. Es soll demnächst auch eine Brennstoffzellenanlage bekommen.

Rechenzentren sind als Stromfresser bekannt. Apple bekräftigte das Ziel, weltweit auf eine CO2-neutrale Energieversorgung zu kommen. Auch das geplante neue Hauptquartier im kalifornischen Cupertino soll Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen.

Die meiste Energie wird allerdings sowieso von den Zulieferern und Auftragsfertigern verbraucht, die für Apple die Geräte bauen - und bei denen gelten sowohl in Umwelt- als auch in Arbeitsfragen andere Standards.

Erst kürzlich hatte der taiwanische Apple-Zulieferer Foxconn auf neue Vorwürfe reagiert und die Grundlöhne in seinen chinesischen Fabriken um 16 bis 25 Prozent angehoben. Der neue Apple-Chef Tim Cook hat die Organisation Fair Labor Association (FLA) beauftragt, eine unabhängige Untersuchung bei Foxconn aufzunehmen. Die Ergebnisse sollen im März vorgelegt werden.

stk/dpa