Ehemaliger Gruner+Jahr-Chef Buchholz erhält fünf Millionen Euro Abfindung

Der frühere Chef des Verlagshauses Gruner+Jahr, Bernd Buchholz, wird mit einer Millionenabfindung verabschiedet. Nach Informationen des manager magazin erhält er fünf Millionen Euro. Der Manager hatte seine Posten als Verlagschef sowie als Vorstandsmitglied bei Bertelsmann niedergelegt.

Ex-Verlagschef Buchholz: Druck aus Gütersloh
dapd

Ex-Verlagschef Buchholz: Druck aus Gütersloh


Hamburg - Der frühere Gruner+Jahr-Chef und Bertelsmann-Vorstand Bernd Buchholz erhält eine Abfindung in Höhe von rund fünf Millionen Euro. Dies berichtet das manager magazin in seiner an diesem Freitag erscheinenden Ausgabe. Buchholz war vor zwei Wochen als Chef von Gruner+Jahr zurückgetreten. Kurz zuvor hatte er bereits seinen Vorstandsposten bei Bertelsmann niedergelegt.

Ende August hatte das manager magazin über das gestörte Verhältnis des Verlagschefs zum Gruner+Jahr-Mehrheitseigner Bertelsmann berichtet. Der Gütersloher Konzern sei unzufrieden mit der Entwicklung der Hamburger Verlagstochter und wolle die Kontrolle über die Tochtergesellschaft verstärken.

An der Spitze von Gruner+Jahr wurde der 50-jährige Buchholz inzwischen durch die 40-jährige Managerin Julia Jäkel ersetzt. Sie soll vor allem das Digitalgeschäft des Verlags vorantreiben. Gruner+Jahr verlegt unter anderem die Magazine "Stern", "Geo" und "Brigitte" sowie die Tageszeitung "Financial Times Deutschland" und hält auch Anteile am SPIEGEL-Verlag.

Buchholz' Abfindung resultiert laut manager magazin aus der Auszahlung seines Fünfjahresvertrags, der erst Anfang dieses Jahres in Kraft getreten war. Buchholz könnte zudem recht schnell bei einem Konkurrenten anheuern, weil das vorgesehene Wettbewerbsverbot kurz sei.

insgesamt 7 Beiträge
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bigeagle198 20.09.2012
1.
Wenn er es versteuert hat, ist es nur noch die Hälfte. So what? Die übliche Neidhammelei erzeugen?
wll 20.09.2012
2. Kein Titel
Zitat von bigeagle198Wenn er es versteuert hat, ist es nur noch die Hälfte. So what? Die übliche Neidhammelei erzeugen?
Finden Sie es nicht absurd, dass eine Führungskraft, die selbst gekündigt hat, auch noch eine Abfindung erhält - von deren Höhe einmal abgesehen? Oder haben Sie schon einmal von einem "normalen" Arbeitnehmer gehört, der gekündigt hat und dann auch noch eine Abfindung erhielt? Ich jedenfalls nicht. Man kann den goldenen Handschlag wirklich übertreiben. Ist jedenfalls kein schlechtes "Geschäftsmodell", sich den Vertrag erst verlängern zu lassen, kurz darauf mit einer großzügigen Abfindung zu gehen und nach der offenbar ebenfalls recht kurzen Karenzzeit beim nächsten Arbeitgeber anzuheuern. Alle Ächtung, Herr Buchholz...
infernum 20.09.2012
3.
Das sind doch mal Arbeitnehmer freundliche Verträge. Aber wehe, wenn Otto NVb etwas mehr verlangt. Kündigungsschutz soll ja am besten ganz aufgehoben werden. Warum muss das eigentlich? Ökonomisch machen solche abstrusen Managerabfindungen überhaupt keinen Sinn. Aber da diese Leute die Verträge unter sich selbst aushandeln, bleibt es bei diesem Schw.... . Weiter so.
frodosix 20.09.2012
4. Abfindung für Rücktritt
Verstehe ich das richtig? Der Mann tritt selbst zurück und bekommt eine Abfindung? Wodurch ist dies gerechtfertigt? Schlechtes Verhältins hin oder her... wenn ein normaler Arbeitnehmer aus freien Stücken seine Job kündigt, bekommt der höchstens einen Händedruck. Bei solchen Vorgängen braucht man sich nicht über den schlechten Ruf der Managerklasse zu wundern.
frodosix 20.09.2012
5. Abfindung für Rücktritt
Verstehe ich das richtig? Der Mann tritt selbst zurück und bekommt eine Abfindung? Wodurch ist dies gerechtfertigt? Schlechtes Verhältins hin oder her... wenn ein normaler Arbeitnehmer aus freien Stücken seine Job kündigt, bekommt der höchstens einen Händedruck. Bei solchen Vorgängen braucht man sich nicht über den schlechten Ruf der Managerklasse zu wundern. Die Gehalts-/Abfindung-/Bonus-Regelungen für Manager sollten per Gesetz 1 zu 1 für alle Arbeitnehmer gelten. Wenn man meint, der Vorstand hat eine Gehaltserhöhung von 20% verdient, sollten alle Arbeitnehmer eine Erhöhung von 20% erhalten. Bounszahlungen sollten anteilsmäßig an alle Arbeitnehmer ausgeschüttet werden etc. Wäre spannend wie schnell plötzlich ein Aufsichtsrat keinen Spieltraum für die Erhöhung von Managergehältern sieht.
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