Umfrage Unternehmen fühlen sich vor Hackerangriffen sicher

Sie speichern Kundenadressen, Kontoverbindungen und andere sensible Daten - doch laut der Studie einer Beratungsgesellschaft sind viele deutsche Unternehmen allzu sorglos beim Schutz vor Hacker-Attacken.
Serverüberprüfung: Großteil der Führungskräfte fürchtet sich nicht vor Datenklau

Serverüberprüfung: Großteil der Führungskräfte fürchtet sich nicht vor Datenklau

Foto: MARTIN BUREAU/ AFP

Viele Firmen sehen sich gegen Hacker-Angriffe, etwa auf sensible Kundendaten, ausreichend gerüstet. Wie aus einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht, bewerten zwei Drittel der deutschen Unternehmen das Risiko von Datenklau und Cyberattacken als niedrig. Befragt wurden 450 Führungskräfte aus verschiedenen Branchen wie Finanzen, Energie und Handel.

Die Berater halten es jedoch für fahrlässig, wie viele Firmen mit der Cybergefahr umgingen. "Die anhaltende Sorglosigkeit vieler Unternehmen überrascht", erklärte Bodo Meseke, Digitalexperte von Ernst & Young. So hielten mehr als vier von fünf Unternehmen (82 Prozent) die eigenen Schutzvorkehrungen für ausreichend, obgleich die Unternehmen häufig eher konventionell auf Firewalls, Antivirensoftware und gute Passwörter setzten.

Solche Vorkehrungen könnten Hacker aber minutenschnell umgehen, warnt Meseke. "Wer sensible Firmen- oder Kundendaten auf seinen Servern hat, sollte unbedingt strengere Sicherheitsvorkehrungen einführen."

Anspruchsvollere Software zum Schutz vor Hackern leiste sich nur knapp ein Drittel der Firmen (30 Prozent). Offenbar bekommen viele Unternehmen nicht einmal mit, dass ihre Daten geklaut werden: Jeder fünfte Hackerangriff und Datenklau (21 Prozent) wurde nur zufällig entdeckt - für Meseke ein Beleg für eine hohe Dunkelziffer.

kpa/dpa
Mehr lesen über