US-Großbank Hacker stehlen Daten von Hunderttausenden JP-Morgan-Kunden

Fast eine halbe Million Bankkunden sind betroffen: Hacker haben offenbar Server der US-Großbank JP Morgan angegriffen und persönliche Kundendaten gestohlen. Die Bank versucht nun herauszufinden, welche Informationen nach außen gelangt sind.

JP-Morgan-Filiale in London: Persönliche Daten von Bankkunden geraubt
REUTERS

JP-Morgan-Filiale in London: Persönliche Daten von Bankkunden geraubt


New York/Boston - Die US-Großbank JP Morgan ist erneut Ziel von Hackern geworden. Diesmal erbeuteten die Täter persönliche Daten von mehr als 465.000 Kunden der Bank, teilte das Geldhaus mit. Die Server der Webseite www.ucard.chase.com seien demnach bereits Mitte September angegriffen worden.

Betroffen sind nach ersten Erkenntnissen etwa zwei Prozent der 25 Millionen UCard-Nutzer. Diese Karten werden vor allem von Unternehmen verwendet, um Mitarbeiter zu bezahlen, während öffentliche Stellen damit Steuerrückzahlungen, Arbeitslosengeld und andere Leistungen begleichen.

In den vergangenen Wochen habe die Bank versucht herauszufinden, welche Kunden konkret betroffen und welche Informationen nach außen gelangt seien, heißt es in der Mitteilung weiter. Besonders sensible Informationen - etwa Sozialversicherungsnummern, Geburtsdaten und E-Mail-Adressen - sollen aber nicht erbeutet worden sein.

Hacker-Angriffe sind für JP Morgan Chase Chart zeigen nicht neu: Im März dieses Jahres war die Webseite der Bank von Unbekannten lahmgelegt worden. Kunden hatten stundenlang keinen Zugang zur Website Chase.com. Andere große Finanzinstitute wie Bank of America Chart zeigen und Citigroup Chart zeigen hatten kurz davor gewarnt, dass ihre Seiten angegriffen worden seien und die Attacken anhalten dürften.

vks/Reuters

insgesamt 3 Beiträge
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dernachdenklich 05.12.2013
1. So so...
... Fast eine halbe Milliarde Bankkunden sind betroffen... Jetzt wissen wir also, dass in den SPON-Redaktionsräumen vermutlich keine Asiaten sitzen (siehe aktuelle PISA-Mathetests)...
Pascal Meister 05.12.2013
2. Auch 2013 sind 465000 Kunden nur eine halbe Million...
...und nicht eine halbe Milliarde! Nachsitzen, bitte!
pepe_sargnagel 05.12.2013
3.
@ Kommentare 1 und 2. Gut, dass Sie darauf hinweisen. Danke. Verwechslungen dieser "Begrifflichkeiten" können aber schon mal passieren. Vor allem, weil es sich bei Bankmeldungen eben zumeist um Milliarden handelt. Beispiele: Steuerzahler dürfen den Banken mit Milliarden von Euros zur Seite stehen. Banken bezahlen Milliardenstrafe... Bei all diesen Zahlen kann auch ein Herr Seehofer mal den Durchblick verlieren (Sternstunden BR - Seehofer soll eine Zahl vorlesen - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=x18vfsuGnm8))... Das ist nur menschlich. Aber dennoch ist es wichtig auf den Fehler hinzuweisen.
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