Immobilien Franzosen pumpen 860 Millionen Euro in Hamburger HafenCity

Hamburgs Prestigeviertel hat einen neuen finanzstarken Investor. Der Immobilienriese Unibail-Rodamco will rund 860 Millionen Euro in die Hamburger HafenCity stecken - und die seit 2011 ruhenden Bauarbeiten wieder in Gang bringen.

Elbphilharmonie: Neuer Investor für Hamburgs Prestigeviertel
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Elbphilharmonie: Neuer Investor für Hamburgs Prestigeviertel


Hamburg - Das französische Immobilienunternehmen Unibail-Rodamco will rund 860 Millionen Euro in die Hamburger HafenCity investieren. Laut einem Vertrag mit dem Hamburger Senat übernimmt Europas größter börsennotierter Konzern für Gewerbeimmobilien künftig die Gesamtentwicklung des südlichen Überseequartiers.

Bislang sind dort fast 230.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche geplant, aufgeteilt unter anderem in rund 80.000 Quadratmeter Einzelhandel, etwa 57.000 Quadratmeter Büros und fast 45.000 Quadratmeter Wohnungen, wie die Vertragspartner am Freitag in Hamburg erklärten. Wahrzeichen des unweit der Elbphilharmonie im Hafen gelegenen Gebiets soll ein rund 70 Meter hoher Büroturm des französischen Architekten und Pritzker-Preisträgers Christian de Portzamparc werden.

Eigentlich sollte das Areal, in dem sich auch ein provisorisches Kreuzfahrtterminal befindet, längst zu weiten Teilen bebaut sein. Doch da die Finanzkrise den Bankpartnern des bisherigen Konsortiums - die ING Real Estate und die SNS - Turbulenzen bescherte, ruhen seit Oktober 2011 die Arbeiten.

"Wir haben mit allen getanzt, die weltweit investieren und die Kraft haben, ein so großes Projekt zu stemmen", sagte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). "Wir haben denjenigen ausgewählt, der bereit war, die stadtentwicklungspolitischen Anforderungen zu erfüllen."

Provisorisches Kreuzfahrtterminal in der HafenCity
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Provisorisches Kreuzfahrtterminal in der HafenCity

ssu/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
hevopi 13.12.2014
1. Verantwortlich
ist, wie immer in Deutschland, keiner (sh. Berlin und Stuttgart). Echte Hamburger schütteln sich und Steuerzahler zahlen ohne Ende.
volksauflauf 13.12.2014
2. Auf ein totes Pferd zu steigen zeugt nicht eben von
überragender Intelligenz. Egal wessen Geld dort verbrannt werden wird. Passen aber viele Asylneger rein bei 45.000 m² Wohnraum. Viel Spass Hamburg.
kinngrimm 14.12.2014
3. Puplic Private Partnership, weil das so gut funktioniert hatte ^^
PPPs werden mehr und mehr zur Plage. Die Politiker verarschen uns mit Hirngespinsten über Gold was am Boden rumliegt, während am Ende die Industrieunternehmen den großen Reibach machen und die Steuerzahler doppelt zahlen. Wer glaubt das Unibail-Rodamco das aus Gutherzigkeit macht, der glaubt auch noch ans Christkind. Nun Investitionen sind ja nicht verkehrt, aber wem gehörts dann am Ende? Wo landen die Milliarden die dort an Gewinn gemacht würden? Wo landen die Investitions-Millionen? Ich hab kein Problem das Franzosen oder andere "europäische" Firmen bei uns Investieren, aber ich hätte doch gerne noch ein paar mehr Einzelheiten zu dem Deal damit ich mir ein Bild machen kann.
conrath 13.01.2015
4. Recht so, kinngrimm...
...nur werden wir vorsichtshalber gar nicht erst informiert geschweige gefragt was wir Hamburger davon halten. Was mich interessiert: Gab es denn auch Angebote aus Hamburg?
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