Markenstreit mit Bulgaren Zyprische Halloumi-Hersteller erringen Etappensieg

Streit um den Quietschkäse: Zyprische Halloumi-Produzenten sehen ihre Markenrechte durch ein bulgarisches Konkurrenzprodukt verletzt. Vor dem Europäischen Gerichtshof erzielten sie jetzt einen Erfolg.
Auch in Deutschland beliebt: Halloumi-Käse auf einem Grill in Stuttgart

Auch in Deutschland beliebt: Halloumi-Käse auf einem Grill in Stuttgart

Foto: Christoph Schmidt/ dpa

Zyprische Käsehersteller haben vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) einen Etappensieg gegen einen bulgarischen Konkurrenten errungen. Die europäischen Oberrichter hoben in Luxemburg ein Urteil der Vorinstanz auf, das keine Verwechslungsgefahr der jeweiligen Marken sah. Es ging um die Frage, ob die Unionsmarke "Bbqloumi" des bulgarischen Produzenten die schon länger bestehende Kollektivmarke "Halloumi" der traditionellen zyprischen Bratkäsehersteller verletze.

Der Streit zieht sich schon länger hin: Die "Stiftung zum Schutz des traditionellen zyprischen Käses namens Halloumi" hatte sich zunächst beim EU-Amt für geistiges Eigentum beschwert, weil der Konkurrent aus Bulgarien ein ähnliches Produkt unter dem Namen "Bbqloumi" auf den Markt gebracht hatte.

Als das Amt den Widerspruch zurückwies, klagte die Halloumi-Stiftung vor dem EU-Gericht erster Instanz. Die Richter sahen keine Verwechslungsgefahr. Sie hätten das aber eingehender prüfen und verschiedene Aspekte bewerten müssen, erklärte der EuGH nun und verwies den Fall zurück an das Gericht erster Instanz.

Feinschmecker schätzen den Halloumi-Käse, der traditionell aus Schaf- und Ziegenmilch hergestellt wird und aus dem östlichen Mittelmeerraum stammt. Er ähnelt dem italienischen Mozzarella, ist aber fester und würziger. In der Pfanne oder auf dem Grill gebraten, entwickelt er sein ganzes Aroma, ohne zu schmelzen. Charakteristisch ist auch ein quietschendes Geräusch beim Verzehr. In Zypern ist der Halloumi ein wichtiger Bestandteil der lokalen Küche.

dab/dpa
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