Glücksspiel Die Hamburger Innenbehörde zeigt Anbieter von Onlinecasinos an

Hamburg geht gegen Onlinecasinos der Sportwettenanbieter Tipico, Bwin und Bet3000 vor - wegen angeblich ungültiger Lizenzen. Doch nicht alle Bundesländer teilen diese Rechtsauffassung.
Bandenwerbung für Sportwettenanbieter

Bandenwerbung für Sportwettenanbieter

Foto: Bernd Thissen/ dpa

Die Hamburger Innenbehörde hat Strafanzeige gegen mehrere Betreiber von Onlinecasinos erstattet. Ein Sprecher der Behörde bestätigte am Mittwoch entsprechende Berichte von NDR und "Süddeutscher Zeitung". Nach deren Angaben handelt es sich bei den betroffenen Unternehmen um die Anbieter Tipico, Bwin und Bet3000, die auch als Veranstalter von Sportwetten und als Partner und Sponsoren der Deutschen Fußball-Liga und großer Bundesligaklubs bekannt sind.

Casino-Lizenzen aus Gibraltar oder Malta

Die Anzeige richtet sich jedoch nicht gegen die Sportwetten, sondern gegen die auf den Websites der Unternehmen angebotenen Onlinecasinos, deren Rechtmäßigkeit umstritten ist. Die drei Anbieter sowie weitere Unternehmen verfügen über Lizenzen aus dem Ausland, zum Beispiel Gibraltar oder Malta, die ihnen nach ihrer Rechtsauffassung auch das Angebot von Glücksspielen in Deutschland ermöglichen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte allerdings Anfang Juni eine Leitsatzentscheidung vom 27. Februar veröffentlicht, nach der Online-Glücksspiele ohne Genehmigung deutscher Behörden strafbar sind. Der Umgang mit den Anbietern ist auch unter den Bundesländern umstritten.

caw/dpa
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