Sinkende Gewinne Harley-Davidson zündet nicht mehr

Die Geschäfte von Harley-Davidson laufen schon seit einer Weile schlecht. Die Kunden alt, der US-Präsident eine Last und das Image auch ramponiert. Nach neuesten Zahlen geht der Niedergang der legendären Motorradmarke weiter.

Harley-Davidson am Straßenrand zur 17. Magic Bike in Rüdesheim
Frank Rumpenhorst/dpa

Harley-Davidson am Straßenrand zur 17. Magic Bike in Rüdesheim


Der US-Motorradbauer Harley-Davidson leidet unter den aktuellen Handelskonflikten und unter der schwachen Nachfrage auf dem US-Markt. Im dritten Quartal brach der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Viertel ein, auf 86,6 Millionen Dollar (77,7 Millionen Euro). Das teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz ging um knapp fünf Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar zurück.

Vor allem bei US-Käufern hat Harley-Davidson weiter einen schweren Stand. Die Stammkundschaft des Herstellers wird immer älter, aber es gelingt ihm zu selten, jüngere Käufer zu finden.

Außerdem wurde die Marke von Donald Trump scharf kritisiert. Der US-Präsident hatte im vergangenen Jahr wegen Produktionsverlagerungen von Harley ins Ausland Boykottaufrufe seiner Anhänger unterstützt.

Weil es durch Trumps Handelsstreit zu höheren Zöllen gekommen ist, steigen außerdem die Kosten: Der Zoll, den die EU nun auf die US-Motorräder erhebt, wurde im Vorjahr auf 31 Prozent angehoben. Vorher lag er bei sechs Prozent.

flg/dpa

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