Kultmarke Harley-Davidson gehen die Biker aus

Kunden im Rentenalter sowie starke Konkurrenz aus Europa und Japan machen Harley-Davidson zu schaffen. Vorstandschef Matthew Levatich hofft auf die neuen Modelle, die in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen.
Harley-Davidson-Motorradtreffen

Harley-Davidson-Motorradtreffen

Foto: Gabriele Putzu/ dpa

Der traditionsreiche US-Motorradhersteller Harley-Davidson verzeichnet sinkende Umsätze und Profite. Die Verkaufszahlen fielen im ersten Halbjahr 2017 weltweit um fast sechs Prozent, der Umsatz um fast zehn Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 445 Millionen Dollar ein, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Harley-Davidson kämpft vor allem mit Schwierigkeiten auf seinem Heimatmarkt USA; hier gingen die Verkäufe um knapp acht Prozent zurück. Die Stammkundschaft des Unternehmens dort wird immer älter. Zudem machen Modelle aus Japan und Europa dem Motorradhersteller Konkurrenz. Bereits im vergangenen Jahr waren Umsatz und Gewinne geschrumpft.

Harley-Davidson-Chef Matthew Levatich teilte mit, das schlechte Abschneiden im zweiten Quartal auf den internationalen Märkten sei erwartet worden. Im zweiten Halbjahr 2017 erwarte das Unternehmen hier auch wegen neuer Modelle wieder Wachstum.

Harley-Davidson produziert seit 114 Jahren im US-Bundesstaat Wisconsin. US-Präsident Donald Trump würdigte dies mit einer Einladung von Managern des Motorradherstellers ins Weiße Haus im Februar. Das hinderte das Unternehmen nicht daran, im Mai das dritte Werk außerhalb der USA in Thailand zu eröffnen. Auch in Indien und Brasilien schraubt Harley-Davidson Motorräder zusammen.

mik/AFP
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