EU-Vergeltungszölle Harley-Davidson zieht Teil der Produktion aus USA ab

Durch die Vergeltungszölle der EU werden Maschinen von Harley-Davidson für europäische Kunden deutlich teurer. Der Motorradhersteller reagiert: Er verlagert einen Teil der Produktion aus den USA in andere Länder.
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Foto: Fabian Bimmer/REUTERS

Harley-Davidson wird wegen der EU-Vergeltungszölle auf seine Maschinen einen Teil seiner Produktion aus den USA verlagern. Dadurch soll eine Preiserhöhung für Kunden in Europa vermieden werden, teilte das Unternehmen mit. Die Produktionsverlagerung solle binnen 18 Monaten erfolgen.

Die Anhebung der EU-Zölle von bisher sechs auf 31 Prozent mache ein Motorrad von Harley-Davidson in Europa im Schnitt um 2200 Dollar teurer. Bis die Produktionsverlagerung abgeschlossen ist, will Harley-Davidson diese Kosten selbst tragen, hieß es. Das bedeute allein für den Rest dieses Jahres eine Belastung von voraussichtlich 30 bis 45 Millionen Dollar.

Europa ist zweitwichtigster Markt

Würde man die höheren Kosten mit einer Preiserhöhung an Käufer weitergeben, hätte das einen "sofortigen und langanhaltenden" Schaden für das Geschäft in Europa zur Folge, teilte Harley-Davidson mit. Mit knapp 40.000 verkauften Harley-Motorrädern im vergangenen Jahr sei Europa nach den USA der zweitwichtigste Markt für die Firma gewesen.

Harley-Davidson hat Werke außerhalb der USA in Brasilien, Indien und Thailand. Diese Fabriken sollen nun ausgebaut werden. Der Motorradhersteller ist das erste US-Unternehmen, das eine detaillierte Einschätzung zu den Auswirkungen dieses Handelskonflikts abgab.

Was Harley-Fahrer dazu sagen:

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Zwischen der EU und den USA tobt ein Handelsstreit. US-Präsident Donald Trump verhängte Sonderabgaben auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren aus Europa. Er wirft den Europäern vor, mit einem hohen Handelsüberschuss der US-Wirtschaft zu schaden. Die EU reagierte mit den am vergangenen Freitag in Kraft getretenen Vergeltungszöllen für US-Produkte wie Whiskey, Jeans, Reis, Mais oder Motorräder. Trump drohte daraufhin auch mit Strafzöllen auf europäische Autos und Autoteile.

cop/dpa-AFX