Wegen Grenzkontrollen Harter Brexit würde britische Unternehmen 20 Milliarden Pfund kosten

Wenn Großbritannien die EU verlässt, wird der Handel komplizierter. Unternehmen müssten Grenzkontrollen über sich ergehen lassen. Die britische Regierung hat nun berechnet, was auf die Firmen an zusätzlichen Kosten zukommen könnte.
Pro-EU-Demonstrant in London

Pro-EU-Demonstrant in London

Foto: DANIEL LEAL-OLIVAS/ AFP

Die Wirtschaft in Großbritannien wäre stark betroffen, sollte das Land die EU verlassen, ohne dass es ein Abkommen für die Zeit danach gibt. Unternehmen müssen jährlich zusätzlich 20 Milliarden Pfund an Kosten für die Einhaltung von Zollvereinbarungen aufwenden, sagte Jon Thompson, Staatssekretär für Handel der britischen Regierung.

Denn bei solch einem "No-Deal-Szenario" müsste Großbritannien etwa in seinen Häfen Zollabfertigungen im großen Stil selbstständig durchführen. Zwischen der Republik Irland und dem britisch verwalteten Nordirland würde es wieder eine Grenze geben, mit Zoll- und Grenzkontrollen.

Großbritannien könnte dann mit den anderen EU-Staaten über die Regeln der Welthandelsorganisation WTO Handel treiben. "Wenn das passiert, würde dies definitiv Zollerklärungen erfordern, die für Unternehmen hohe Kosten verursachen", sagte Thompson.

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hej/Reuters
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