Hausverkauf per Losentscheid Bayerin gewinnt Luxusvilla für 99 Euro

Schwimmteich, Wellnessoase, Beachvolleyballplatz: Eine Frau aus Bayern hat per Losentscheid eine österreichische Luxusvilla erworben. Die Dame kann ihr Glück kaum fassen - sie zahlte für die Immobilie nur 99 Euro.


Innsbruck - Es ist der wohl günstigste Hauskauf in der Geschichte Österreichs: Mit einem Los im Wert von 99 Euro hat eine Frau aus Bayern eine Luxusvilla in dem Alpenland erworben. Der Millionär Karl Rabeder hatte sein 321 Quadratmeter großes Domizil in Telfs (Tirol) verlost und sich damit von seinem letzten großen Besitz getrennt, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet.

Die Gewinnerin sei sprachlos gewesen, sagte der ehemalige Hausbesitzer. Die Frau habe auf ihn sehr sympathisch gewirkt, er freue sich "riesig" für sie. Nähere Angaben zur Gewinnerin machte er nicht. Auf die Dame wartet nun "eine Oase der Ruhe in einzigartiger Lage" inklusive Wellnessbereich, Schwimmteich und Beachvolleyballplatz.

Aber auch Rabeder selbst kann mit der Aktion zufrieden sein. Knapp 22.000 Teilnehmer hatten an der Verlosung teilgenommen - das Haus brachte ihm also insgesamt fast 2,2 Millionen Euro ein.

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Glückssache: Luxusvilla für 99 Euro

Doch auf das Geld sei es ihm nicht wirklich angekommen, sage Rabeder. Er habe durch die Aktion "zurück zum Menschsein gefunden". Von weiteren Besitztümern wie einem Ferienhaus in Südfrankreich, mehreren Segelflugzeugen und einer Limousine hatte sich der 48-Jährige bereits getrennt. Er war durch die Produktion und den Vertrieb von Wohnaccessoires reich geworden. Nun lebt er nach eigenen Angaben von tausend Euro monatlich. "Ich fühle mich leicht und gut", beschrieb Rabeder sein neues Lebensgefühl.

Er wolle sich nun in eine Hütte in den Bergen oder in eine Zwei-Zimmer-Wohnung zurückziehen. Den gesamten Erlös aus dem Hausverkauf will Rabeder in seine 2009 gegründete Non-Profit-Organisation MyMicroCredit investieren, die Kleinkredite an bedürftige Menschen in Südamerika vergibt.

mik/AFP

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insgesamt 48 Beiträge
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Seite 1
obacht! 17.08.2010
1. Leider verboten
Leider ist dies Art sein Haus zu verlosen in DE verboten. Selbst dann wenn das Haus nicht verlost sondern ausgespielt wird. Die Behörden beugen in dieser Richtung das Gesetz, dass es eine wahre Freude ist. ie gesagt, schde dass es so was nicht hierzulande gibt
schmitz-maier 17.08.2010
2. Karl Rabeder ist ein Vorbild
Er hat etwas ganz wesentliches während seines Umgangen mit Menschen in Südamerika begriffen. Ich hege allerhöchsten Respekt gegenüber diesem Menschen.
nordschaf 17.08.2010
3. ...
Puh, da fehlen einem eigentlich die Worte. Es ist einfach unglaublich sinnvoll, Menschen in anderen Teilen der Welt durch Hilfe zur Selbsthilfe eine Perspektive zu geben. Ich weiss nicht, ob ich in der Lage wäre, Besitz in dieser Form her zu geben. Man muss ihm wünschen, dass das gute Gefühl dauerhaft anhält und er nicht doch irgendwann die Zeit gern zurückdrehen würde, weil das Leben mit 1000 € monatlich und in einer 2-Zimmer-Wohnung irgendwann doch vermutlich eher wenig Höhepunkte bereit hält. In jedem Fall: Chapeau!
aldente 17.08.2010
4. Unfassbar!
---Zitat--- Aber auch Rabeder selbst kann mit der Aktion zufrieden sein. Knapp 20.000 Teilnehmer hatten an der Verlosung teilgenommen ---Zitatende--- Also haben fast 20.000 Menschen einfach so aus Lust und Laune 99 Euro aus dem Fenster geworfen! Wer bei diesen minimalen Gewinnchancen mitmacht und so viel Geld versenkt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen! Aber solche Leute spielen wahrscheinlich auch Lotto...
janne2109 17.08.2010
5. Hausverkauf per Losentscheid: Bayerin gewinnt Luxusvilla für 99 Euro
nichts dagegen, noch besser würde ich es allerdings finden wenn es kleinere Kredite aus der Privatwirtschaft, Microkredinstitutionen in Deutschland geben würde. Z. B. für die zum Teil sehr guten Erfindungen von Jugend forscht.
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