Geplante Sparkassen-Superbank Helaba und DekaBank sollen Fusionsgespräche führen

Die deutschen Sparkassen wollen ihre Geschäfte in einer gemeinsamen Großbank bündeln. Ihre Tochter, die DekaBank, soll nun Gespräche mit der Helaba für eine Zusammenlegung starten.

Helaba-Zentrale in den Main Towers in Frankfurt: Pläne zur Fusion mit der DekaBank
Frank Rumpenhorst / DPA

Helaba-Zentrale in den Main Towers in Frankfurt: Pläne zur Fusion mit der DekaBank


Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und die DekaBank sollen zu einer Großbank der Sparkassen fusionieren. Eine Sprecherin des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) bestätigte einen entsprechenden Vorabbericht der "Börsen-Zeitung".

Demnach hätten Helaba und DekaBank Gespräche "zur Prüfung einer vertieften Zusammenarbeit bis hin zu einer Zusammenführung" aufgenommen. Am Dienstag hätten die Verbandspräsidenten und die Landesobleute der Sparkassenvorstände in einer gemeinsamen Sitzung einen entsprechenden Beschluss gefasst. Laut "Handelsblatt" wurde der Beschluss zur Aufnahme der Verhandlungen von dem Gremium einstimmig beschlossen. Besiegelt ist die Fusion damit jedoch längst nicht.

Die DekaBank gehört den Sparkassen und wickelt für sie die Wertpapiergeschäfte ab. Mehrheitseigner der Helaba ist der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen, aber auch die Bundesländer Hessen und Thüringen sind beteiligt.

Die Sparkassen würden das Gespräch mit den anderen Trägern suchen, sagte die DSGV-Sprecherin. Nach dem Willen von Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis sollen die beiden Institute den Kern eines künftigen Sparkassen-Zentralinstituts bilden.

Die Deka steht seit Längerem im Zentrum von Überlegungen, mehrere deutsche Landesbanken zu einer "Super-Landesbank" zu schmieden. Die Deka würde dabei zum Zentralinstitut aufsteigen und für die Sparkassen Aufgaben übernehmen, die heute noch bei den Landesbanken liegen.

fek/Reuters

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