Kochbox-Tochter von Rocket Internet Hello Fresh will bei Börsengang rund 360 Millionen Euro einsammeln

Zwei Jahre nach dem ersten Versuch strebt Hello Fresh Anfang November erneut an die Börse - und will rund 360 Millionen Euro einnehmen. Doch die Aussichten auf ein vielversprechendes Börsendebüt sind eingetrübt.
HelloFresh-Paketzustellung

HelloFresh-Paketzustellung

Foto: DPD

Eine der wichtigsten Beteiligungen von Rocket Internet, Hello Fresh, will am 2. November an die Börse gehen. Das Unternehmen legte die Preisspanne für seine Aktien mit 9 bis 11,50 Euro fest. Insgesamt sollen dem Unternehmen damit bis zu 357 Millionen Euro zufließen. Mit dem frischen Kapital will das Start-up sein Wachstum finanzieren.

Hello Fresh ist nach Delivery Hero das zweite Unternehmen aus dem Reich der Start-up-Schmiede Rocket Internet, das sich an die Börse wagt. Das Berliner Unternehmen sollte bereits vor zwei Jahren an die Börse gebracht werden, der Schritt wurde dann aber auf unbestimmte Zeit verschoben.

Zuletzt war Hello Fresh durch den missratenen Börsengang des amerikanischen Konkurrenten Blue Apron unter Druck geraten. Die Blue-Apron-Aktie hat wegen steigender Kosten und sinkender Kundenzahlen seit dem Börsendebüt im Juni fast die Hälfte ihres Werts verloren. Zudem wurde bekannt, dass der Hello-Fresh-Konkurrent sechs Prozent seiner Stellen streicht.

Kochbox-Versendern wie Blue Apron und Hello Fresh droht derzeit mächtige Konkurrenz durch Amazon. Der Handelsgigant hat jüngst in den USA die Biosupermarkt-Kette Whole Foods übernommen und im Juli eine eigene Marke für ein Kochboxen-Angebot eintragen lassen.

hej/Reuters
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