Paketboom in der Coronakrise Hermes meldet 40 Prozent mehr Sendungen im April

"Die Corona-Pandemie ist eine nie da gewesene Belastungsprobe": Der Paketdienst Hermes hat in der Coronakrise offenbar viel zu tun. Dennoch sollen die Sendungen pünktlich sein.
Hermes-Lieferwagen in Stuttgart (Archiv): 10.200 Beschäftigte in Deutschland

Hermes-Lieferwagen in Stuttgart (Archiv): 10.200 Beschäftigte in Deutschland

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Sebastian Gollnow/ dpa

Das Paket-Aufkommen in der Coronakrise ist hoch, trotzdem sagt Hermes: 90 Prozent aller Sendungen würden durchgängig am nächsten Tag zugestellt. Dabei ist die Arbeitsbelastung während der Hochphase der Pandemie für die Paketboten riesig.

Nach anfänglichen Rückgängen seien die Sendungsmengen im April um rund 40 Prozent im Vergleich zur ursprünglichen Erwartung gestiegen, teilte das Unternehmen vor der Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen der Nachrichtenagentur dpa mit. Im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 steigerte sich der Umsatz von Hermes demnach konsolidiert um neun Prozent auf 3,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Weltweit beschäftigt Hermes mehr als 15.500 Mitarbeiter, davon gut 10.200 in Deutschland.

"Die Corona-Pandemie ist eine nie da gewesene Belastungsprobe und fordert Gesellschaft, Politik und Unternehmen", sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats von Hermes Europe und Vorstand der Otto Group Services, Kay Schiebur. "Gleichzeitig zeigt sich jetzt mit Blick auf die Paketdienstleistung einmal mehr, wie elementar ein funktionierender Wettbewerb im Markt und damit einhergehende Wahlmöglichkeiten für die Kundinnen und Kunden sind."

apr/dpa