IT-Konzern Hewlett-Packard streicht bis zu 16.000 Jobs mehr

Krise bei Hewlett-Packard: Der Konzern streicht mehr Jobs, als bisher geplant. Insgesamt könnten 50.000 Stellen wegfallen. Mit den Quartalszahlen enttäuschte HP seine Anleger.

Hewlett-Packard: Anschluss bei Smartphones und Tablets verpasst
REUTERS

Hewlett-Packard: Anschluss bei Smartphones und Tablets verpasst


Palo Alto - Der Sparkurs beim Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) kostet weitere Arbeitsplätze: Bis zu zu 16.000 weitere Jobs sollen gestrichen werden, teilte HP mit. Damit könnten beim jahrelangen Umbaus insgesamt 50.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Auch stellte das Unternehmen seine Zahlen für das zweite Quartal vor. Bis Ende April sank der Umsatz demnach um ein Prozent auf 27,3 Milliarden Dollar. Der Gewinn erreichte 1,27 Milliarden Dollar, etwas mehr als im Vergleich zum Vorjahr, damals lag er bei knapp 1,08 Milliarden Dollar.

HP nannte keinen Zeitraum, in dem die zusätzlichen 11.000 bis 16.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Das im Mai 2012 beschlossene Umbauprogramm sah bisher den Abbau von 34.000 Jobs innerhalb mehrerer Jahre vor.

Die seit zwei Jahren amtierende HP-Chefin Meg Whitmanversucht mit einer Neuaufstellung, den Abstieg des einstigen Branchenprimus zu stoppen. HP hatte unter dem alten Management den Anschluss bei Smartphonesund Tablet-Computernverpasst und mit einem unklaren Kurs auch noch Kunden im angestammten PC-Geschäft verprellt. Davon profitierte unter anderem der chinesische Rivale und neue PC-Weltmarktführer Lenovo Chart zeigen.

Bei PCs gab es nach den Einbrüchen des vergangenen Jahres immerhin Zeichen für eine Erholung. Der Umsatz mit Notebooks und Desktop-Rechnern stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um sieben Prozent auf knapp 8,2 Milliarden Dollar. Dabei legte das Geschäft mit Unternehmen deutlich zu, während die Verbraucher erneut weniger kauften. Der operative Gewinn der Sparte war mit 290 Millionen Dollar erneut verhältnismäßig schmal.

Im Drucker-Geschäft sank der Umsatz zwar um vier Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Aber die Sparte ist mit einem operativen Quartalsgewinn von 1,14 Milliarden Dollar weiterhin hoch profitabel. Das Geschäft mit Servern schrumpfte leicht bei einem operativen Ergebnis von 961 Millionen Dollar.

Die Aktie von Hewlett-Packard Chart zeigen sank nachbörslich zeitweise um rund ein Prozent. Der Umsatz war unter den Erwartungen der Analysten geblieben, während der Gewinn die Prognosen traf. Das Unternehmen hatte einige Kernzahlen rund eine halbe Stunde früher als geplant veröffentlicht.

brk/dpa

Mehr zum Thema


insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
thomas haupenthal 23.05.2014
1. wasn das...
fuer ne Ueberschrift?? Alsdann. wie waere es damit: Hewlett Packard streicht bis zu 16000 weitere Jobs...
Monika2014 23.05.2014
2. der Umsatz sinkt stetig schon seit Jahren
HP fehlt es seit Jahren an Ideen zu kreativen Produkte. An den laut ratternden koffergroßen Tintenstrahldruckern hat sich bis auf die Elektronik nichts aber auch nichts geändert. Jetzt den Umsatz mit Netzwerklösungen bzw. über Cloud Printing in den Griff zu bekommen ist nicht nur eine Abkehr von traditionellen Produkten die es eigentlich gilt weiter zu entwickeln. Hier kommt die Hilflosigkeit und Einfallslosigkeit des Unternehmens voll und ganz zum Ausdruck. Da kann man nur sagen gute Nacht HP
dirkkr 23.05.2014
3. dann hat die wirtschaft doch viele benötigte fachkräfte
dann erhält der arbeitsmarkt doch die HÄNGERINGEND gesuchten fachkräfte. diese sollten doch innerhalt weniger monate einen neuen job haben oder? wäre mal interessant: - mit welchen gehältern diese mitarbeiter weiterleben - wie lange alg1 - wie viele landen bei h4 ich schätze 15 - 25% weniger gehalt 4-9 monate jobsuche 20% langen in h4. oder bin ich zu optimistisch?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.