FC Bayern Stoiber stellt Hoeneß Rückkehr in Aussicht

Niemals geht man so ganz, schon gar nicht beim FC Bayern: Edmund Stoiber, Beiratsvorsitzender des Clubs und mit Uli Hoeneß befreundet, hat dem verurteilten Steuersünder jetzt eine Rückkehr in eine Vereinsfunktion in Aussicht gestellt.
Soli-Plakat für Hoeneß am 15. März:

Soli-Plakat für Hoeneß am 15. März:

Foto: Alexandra Beier/ Bongarts/Getty Images

Hamburg - Der Beiratsvorsitzende des FC Bayern, Edmund Stoiber, hält nach der Haftverbüßung von Uli Hoeneß ein Comeback des 62-Jährigen beim Fußballverein für möglich.

Man nehme den Rücktritt des bisherigen Präsidenten "mit Respekt und Dankbarkeit für seine überragenden Verdienste um den FC Bayern München zur Kenntnis", hieß es in der Erklärung des Fußballclubs.

Hoeneß hatte am Freitag auch das Amt als Aufsichtsratschef des FC Bayern niedergelegt und seine Verurteilung zu dreieinhalb Jahren Haft wegen millionenschwerer Steuerhinterziehung akzeptiert.

Der Verwaltungsbeirat dankte Hoeneß in seiner Erklärung für "die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit über viele Jahrzehnte". Er habe als Spieler, Manager, Vorstand und Präsident den Club "zur Weltmarke mit Herz" geformt. "Der FC Bayern München wird Uli Hoeneß und seine Familie in dieser schwersten Zeit seines Lebens unterstützen, wo immer es möglich ist. Uli Hoeneß wird immer ein wesentlicher Teil des FC Bayern München bleiben", hieß es.

Auf die Frage, ob Hoeneß nach der Haftstrafe wieder irgendeine Funktion beim FC Bayern übernehmen könnte, sagte Stoiber im Bayerischen Fernsehen: "Ich würde mich freuen." Und er fügte hinzu: "Eine Türe ist immer offen, und Uli Hoeneß wird immer die Seele des Vereins sein. Was auch immer er machen will, alles ist möglich."

mhe/dpa
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