Hohe Energiepreise Ölkonzerne vervielfachen ihre Gewinne

Der hohe Ölpreis beschert Europas Ölkonzernen gigantische Gewinne. Branchenführer Shell verdiente zuletzt doppelt so viel wie vor einem Jahr. Noch stärker profitierte der norwegische Energieriese Statoil: Er verneunfachte seinen Profit.
Ölförderung: Der anhaltend hohe Preis beschert den Konzernen kräftige Gewinne

Ölförderung: Der anhaltend hohe Preis beschert den Konzernen kräftige Gewinne

Foto: © David Mdzinarishvili / Reuters / REUTERS

Den Haag/Oslo - Europas Ölmultis haben dank der hohen Energiepreise im zweiten Quartal kräftig verdient. Der größte europäische Ölkonzern Shell   verdoppelte seinen Gewinn nahezu. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der Überschuss um 97 Prozent auf 8,662 Milliarden Dollar (knapp sechs Milliarden Euro). Der Umsatz legte um rund ein Drittel auf 124 Milliarden Dollar zu, wie Shell am Donnerstag mitteilte. Der Fokus liege weiterhin darauf, Kosten zu reduzieren und die Abläufe zu verbessern, erklärte Royal-Dutch-Shell-Chef Peter Voser.

Noch besser als für Shell lief es für den größten norwegischen Energiekonzern Statoil, der auch Gas fördert. Er erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Rekordgewinn. Der Überschuss verneunfachte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 27,1 Milliarden Kronen (3,5 Milliarden Euro). Dank der kräftig gestiegenen Preise konnte Statoil Asa   auch Produktionsrückgänge wettmachen. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern, dass er etwas weniger Gas und Öl fördert als im Vorjahr.

Der spanische Öl- und Gaskonzern Repsol   bekam dagegen den Produktionsausfall im Bürgerkriegsland Libyen zu spüren. Der Gewinn fiel im abgelaufenen Quartal um sieben Prozent auf 485 Millionen Euro.

Der britische Konkurrent BP hatte bereits am Dienstag Zahlen vorgelegt und im zweiten Quartal dank höherer Preise für Öl und Gas ein positives Ergebnis eingefahren. Auch von höheren Margen im Raffineriegeschäft konnte der Konzern profitieren.

Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent kostete am Donnerstag gut 117 US-Dollar, rund 50 Prozent mehr als vor einem Jahr.

stk/dpa-AFX/Reuters
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