Deloitte-Umfrage Unternehmen setzen langfristig auf Homeoffice

Die Corona-Regeln haben den Arbeitsalltag stark verändert – und das könnte so bleiben. Konzerne wollen Kosten sparen und dank Homeoffice laut einer Umfrage in Zukunft auf Bürofläche verzichten.
Homeoffice (Symbolbild): 66 Prozent wollen vermehrt auf Remote Working setzen

Homeoffice (Symbolbild): 66 Prozent wollen vermehrt auf Remote Working setzen

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Daniel Naupold/ dpa

Der Umzug ins Homeoffice kam für viele überraschend. Doch auch nach dem Pandemie könnte diese neue Form des Arbeitens die Wirtschaft in Deutschland langfristig verändern. 66 Prozent der von der Unternehmensberatung Deloitte befragten Finanzvorstände sagten auf die Frage nach den langfristigen Auswirkungen von Corona für ihr Unternehmen: »Wir planen, vermehrt auf Remote Working zu setzen.«

Das kostet zwar erst einmal Geld. 43 Prozent sagten: »Wir werden unsere Cyberabsicherung aufgrund von erhöhtem Remote Working stark ausbauen.« Auf der anderen Seite sparen die Unternehmen jedoch: »Wir planen, unsere Büroflächen aufgrund des erhöhten Homeoffice-Angebots in Zukunft zu reduzieren«, sagten 37 Prozent der insgesamt 100 im Lauf des Septembers befragten Finanzvorstände deutscher Großunternehmen. 62 Prozent erzielten einen Umsatz von mehr als 500 Millionen Euro, 36 Prozent über eine Milliarde Euro.

Staatshilfen werden unterschiedlich bewertet

Die positive Einstellung zum Homeoffice überrascht, da auch viele Unternehmer die Produktivität ihrer Arbeitnehmer im Homeoffice kritisch beäugen. Nur eine kleine Minderheit von 5,7 Prozent der Unternehmen registriert einer Ifo-Umfrage im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen eine Steigerung, fast ein Drittel dagegen einen Abfall bei der Arbeitsleistung.

Womöglich können die Kostensenkungen durch das Homeoffice die Skepsis aufwiegen. In den nächsten zwölf Monaten steht Sparen nämlich laut Deloitte-Umfrage für 71 Prozent der Manager ganz oben auf der Liste der strategischen Maßnahmen. Wenn investiert wird, dann wollen demnach 61 Prozent für die »Optimierung von Organisation und Geschäftsprozessen« mehr Geld ausgeben. Bei »Software, Daten, IT-Netzwerke und Website-Aktivitäten« wollen 47 Prozent einen stärkeren Schwerpunkt legen.

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Durchwachsen war das Urteil der Finanzvorstände, die vornehmlich aus den Branchen Immobilien, Maschinenbau und Autoindustrie stammen, über die Wirksamkeit der staatlichen Milliardenhilfen. Das Kurzarbeitergeld habe ihrem Unternehmen geholfen, sagten 54 Prozent der Befragten. Die Senkung der Mehrwertsteuer dagegen bewerteten lediglich fünf Prozent entsprechend.

apr/dpa
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