Britische Großbank HSBC suspendiert Manager nach Spott über Klimawandel

»Wen kümmert es, wenn Miami in hundert Jahren unter dem Meeresspiegel liegt?« – ein Manager der britischen Großbank HSBC hat auf einer Konferenz die Folgen des Klimawandels relativiert. Nun ist er vorerst seinen Job los.
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Foto: FABRICE COFFRINI/ AFP

Die Großbank HSBC hat einen Manager suspendiert, der auf einer Konferenz die Folgen des Klimawandels relativiert hat. Die HSBC teilte mit, Stuart Kirk, Leiter der Abteilung für verantwortungsbewusstes Investieren, sei freigestellt, solange die Bank den Vorgang untersuche. Unternehmenschef Noel Quinn erklärte bereits in dem Karrierenetzwerk LinkedIn, Kirks Aussagen entsprächen nicht den Ansichten der HSBC-Führung.

Kirk hatte auf einer Konferenz in London vergangene Woche einen Vortrag mit dem Titel »Warum Investoren sich nicht wegen des Klimawandels sorgen müssen« gehalten. Er spottete laut Bericht der »Financial Times« , es gebe »immer irgendeinen Durchgedrehten, der mir vom Ende der Welt erzählt«. In einer Präsentation Kirks hieß es demnach, »nicht fundierte, schrille, parteiliche, eigennützige, apokalyptische Warnungen« seien »immer falsch«.

Kirk soll der Uno und der britischen Zentralbank vorgeworfen haben, die finanziellen Risiken des Klimawandels übertrieben darzustellen. Er sagte: »Wen kümmert es, wenn Miami in hundert Jahren sechs Meter unter dem Meeresspiegel liegt? Amsterdam liegt schon seit Ewigkeiten sechs Meter unter dem Meeresspiegel und es ist ein echt netter Ort.«

hej/AFP
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