Erfolgreicher Konzernumbau HSBC steigert Gewinn um 142 Prozent

Europas größte Bank hat im vergangenen Jahr stolze 17,2 Milliarden Dollar verdient. Hauptgrund sind ein starker Fokus auf den chinesischen Markt - und drastische Stellenstreichungen.
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Foto: Kevin Coombs/ REUTERS

Die britische Großbank HSBC hat 2017 deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Der Vorsteuergewinn sei um 142 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Institut am Dienstag in Hongkong mit. 2016 hatte der Profit bei 7,1 Milliarden gelegen.

Der nach Marktkapitalisierung größten Bank Europas geht es besser als vielen Konkurrenten, weil sie auf ein starkes Geschäft in Hongkong und China bauen kann.

Es hatte sich zudem im Zuge der Finanzkrise einer Schrumpfkur unterzogen. Zehntausende Stellen wurden gestrichen, Dutzende Sparten verkauft und die Konzentration auf das traditionsreiche Asien-Geschäft forciert. Dies zahlt sich zunehmend aus.

Die HSBC betonte, dass ihr Gewinn sogar noch höher hätte ausfallen können. Abschreibungen wegen der US-Steuerreform in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar hätten ein besseres Abschneiden verhindert.

Wegen der auf 21 Prozent von 35 Prozent gesunkenen Körperschaftsteuer in den USA kann HSBC in der Vergangenheit erlittene Verluste nicht mehr so stark wie bisher geltend machen, um die Steuerlast zu drücken.

ssu/Reuters
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