HSH Nordbank Gefeuerter Manager will 47 Millionen Euro Schadensersatz

Er sieht sich als Bauernopfer: Ein Ex-Filialleiter der HSH Nordbank in New York hält seine Entlassung für politisch motiviert - und fordert von seinem ehemaligen Arbeitgeber Schadensersatz in Millionenhöhe. Die marode Landesbank verweist dagegen auf Sex- und Mobbingvorwürfe.

Hamburg - Neuer Ärger für die HSH Nordbank: Der vor kurzem gefeuerte New Yorker Filialleiter wehrt sich mit einer Klage und fordert 47,5 Millionen Euro Schadensersatz. Darin behauptet der ehemalige Mitarbeiter der Bank, seine Entlassung sei ein politisches Manöver im Zusammenhang mit der schleswig-holsteinischen Landtagswahl. Damit habe Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher von eigenen und von Problemen der Bank ablenken wollen.

Der ehemalige Filialleiter war entlassen worden, nachdem ehemalige Mitarbeiter der New Yorker Niederlassung gegen ihren Chef Sex- und Mobbing-Vorwürfe erhoben und das Kreditinstitut auf Schadensersatz verklagt hatten. Der Beschuldigte weist diese Vorwürfe zurück und verweist auf seine erfolgreiche Arbeit für die New Yorker Niederlassung. "Die gegen die Bank erhobenen Vorwürfe sind haltlos und bedürfen keinerlei Kommentierung", sagte eine Banksprecherin. "Wir sind nach gründlicher Prüfung überzeugt, dass die Kündigung rechtlich einwandfrei ist."

Der Ruf der HSH Nordbank hat durch dubiose Kreditersatzgeschäfte gelitten. Nur ein Rettungspaket in Höhe von 13 Milliarden Euro, das die beiden Hauptanteilseigner Hamburg und Schleswig-Holstein im Sommer beschlossen haben, hat ihren Untergang fürs Erste verhindert.

sam/dpa-AFX
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