Vorbereitung auf US-Sanktionen Huawei zahlt Mitarbeitern 260 Millionen Euro

Huawei arbeitet wegen der drohenden Sanktionen intensiv an Alternativen zu US-Produkten. Seine Beschäftigten soll das chinesische Unternehmen dafür nun mit einer Zahlung von 260 Millionen Euro belohnt haben.

Huawei-Laden in Shenzhen: Hoher Zuschuss für die Mitarbeiter
Aly Song / REUTERS

Huawei-Laden in Shenzhen: Hoher Zuschuss für die Mitarbeiter


Der chinesische Tech-Konzern Huawei hat seinen Mitarbeitern offenbar rund 260 Millionen Euro gezahlt, um technologisch unabhängiger von den USA zu werden. Das geht aus einer Nachricht der Huawei-Personalabteilung an die Mitarbeiter hervor, die die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte.

Demnach sei die Summe an Mitarbeiter ausgezahlt worden, die daran mitgeholfen haben, Alternativen zu US-Komponenten zu finden und zu entwickeln. Außerdem sei der Lohn für diesen Monat für fast alle 190.000 Mitarbeiter verdoppelt worden, sagte ein Firmensprecher.

Das chinesische Unternehmen steht stark unter dem Druck der US-Regierung unter Donald Trump. Im Mai hatte diese fast allen amerikanischen Firmen die Zusammenarbeit mit Huawei verboten und Sanktionen verhängt.

Schwere Vorwürfe aus den USA

Die USA hatten Huawei im Mai auf eine schwarze Liste gesetzt, die am 19. November in Kraft treten soll. Die USA befürchten, dass der Telekommunikationsausrüster Spionage ermöglicht. Huawei weist die Spionagevorwürfe zurück. Damit würde es für die US-Tochter von Huawei illegal, gewisse Technologien an den Mutterkonzern weiterzuleiten. Zudem dürfen US-Unternehmen mit Huawei keine Geschäfte mehr machen. Das ist für den zweitgrößten Smartphone-Hersteller der Welt allein schon deshalb ein Problem, weil auf deren Geräten Googles Betriebssystem Android läuft.

rwi/Reuters



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