Schätzung der Versicherer Hurrikan "Irma" kostet bis zu 50 Milliarden Dollar

Die Karibik und die Inselgruppe Florida Keys verwüstet, Miami unter Wasser: Hurrikan "Irma" war verheerend - und wird für die Versicherungsbranche teuer. Nun droht Hurrikan "Norma" Mexiko zu treffen.

Zerstörtes Haus in Islamorada, Florida
REUTERS

Zerstörtes Haus in Islamorada, Florida


Hurrikan "Irma" war eine brachiale Naturgewalt - und hat Branchenexperten zufolge hohe Kosten für die Versicherungsbranche verursacht. Die versicherten Schäden in den USA und der Karibik könnten zwischen 32 und 50 Milliarden Dollar liegen, erklärte der Fachdienst Air Worldwide in einer aktualisierten Schätzung.

Auch die Ratingagentur Moody's und der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück gehen von erheblichen Schäden für die Branche aus.

Der Wirbelsturm war am vergangenen Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 km/h über das südliche Florida hinweggezogen.

Münchener Rück setzte in der Nacht zum Donnerstag ein Fragezeichen hinter sein Gewinnziel für dieses Jahr. Angepeilt wurde ursprünglich ein Überschuss von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro.

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Doch wegen der hohen versicherten Schäden in den US-Bundesstaaten Texas und Florida sowie auf den Karibikinseln schlägt nun im dritten Quartal voraussichtlich ein Verlust zu Buche. Das Jahresziel könnte deshalb verfehlt werden.

Unterdessen droht Mexiko das nächste Opfer zu werden: Erst tobte das Sturmtief "Max" über den Küsten-Bundesstaat Guerrero hinweg und verwüstete viele Häuser. Und am Freitagabend hat sich auch der Sturm "Norma" zu einem ausgewachsenen Hurrikan entwickelt - er steuert nun mit 121 km/h auf die Halbinsel Baja California zu.

Satellitenbild der Stürme "Norma" (links) und "Max" (rechts)
AFP

Satellitenbild der Stürme "Norma" (links) und "Max" (rechts)

dop/Reuters



insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
muellerthomas 16.09.2017
1.
Nur 50 Mrd. USD? Also für die meisten Karibikinseln eine Katastrophe, für die USA wären aber selbst die gesamten 50 Mrd. USD gerade einmal 0,25% des BIPs.
Bananenschale 16.09.2017
2. Hmh
Glaubt man den Forecast ( Ventusky COM ) entwickeln sich weitere Hurricans im Atlantik, wovon einer Teile der Karibik ( u.A. St. Martin ) Hispaniola und Bahamas trifft / treffen könnte. Er ist mindestens so stark wie Irma. Im weiteren Verlauf träfe er Floridas Ostküste. Gut, diese Forecast sind mit größter Vorsicht zu genießen. Es sieht aber so aus, als ob zu einem zweiten Ereignis wie Irma in dieser Region kömmen könnte. Leider. Z.Z unangenehmer aber ist die Situation in Südjapan. Dort trifft kommende Nacht ( ca. 1:00 MEZ ) Taifun Kalim im Raum Kagoshima auf Japan. Der Taifun ist in der Stärke mit Irma vergleichbar hat aber eine etwas größere Ausdehnung. Dummerweise stehen in der Gegend zwei der letzten vier aktiven Reaktorblöcke ( Statsumasendai ). Das Problem dabei ist, daß wg. dem Sturm ( bis zu 200 km/h ) die Hochspannungsleitungen in Mitleidenschaft gezogen werden dürften, die Reaktoren heruntergefahren werden müssen und sodann auf Strom von außen angewiesen sind. Nördlich der Anlage befindet sich ein Ölbetriebenes E-Werk als Backup. Gottlob. Doch wie ist die Anbindung an das AKW und wie stabil sind die Öltanks? Was taugen die Akkus im AKW? Hat das AKW selbst Notstrom-Agregate, die zur Not von See mit Öl versorgt werden könnten? Ist dafür Sorge getragen? Sehr, sehr blöd, wenn nicht. Die Situation ist, höflich geschrieben, etwas angespannt.
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