Hypotheken-Zockerei LBBW scheitert mit Klage gegen Goldman Sachs

Zu wenig Beweise: Die Landesbank Baden-Württemberg ist mit einer Multimillionen-Klage gegen Goldman Sachs bei einem New Yorker Gericht abgeblitzt. Die Stuttgarter hatten von der Investmentbank verbriefte Hypothekenkredite gekauft - und damit Unsummen verloren.

Landesbank Baden-Württemberg:
DPA

Landesbank Baden-Württemberg:


Frankfurt am Main - Die Abfuhr fiel peinlich aus: Die Anschuldigungen seien dürftig und es fehlten Details, beschied das zuständige Gericht in New York der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die 37 Millionen Dollar Schadensersatz von Goldman Sachs und der Société-Générale-Tochter TCW forderte. Damit seien die Anforderungen für ein Verfahren wegen Betrugs und Irreführung nicht gegeben, erläuterte Richter William Pauley und wies die Klage ab.

Die LBBW hatte die beiden Institute im Oktober vergangenen Jahres verklagt. Hintergrund sind Verluste, die die Landesbank bei verbrieften Hypothekenkrediten (CDO) mit dem Namen "Davis Square Funding VI" verbucht hatte. Die LBBW warf den beiden Häusern irreführende Angaben und Pflichtverletzungen bei der Strukturierung, dem Verkauf und der Verwaltung des Investmentvehikels vor.

Die CDOs waren zu 95 Prozent mit Häuserkrediten unterlegt, die stark an Wert einbüßten, als der Häusermarkt in den USA zusammenbrach. Die LBBW wirft den beiden Instituten vor, viel zu hohe Preise und Gebühren für die CDOs berechnet zu haben. Goldman Sachs habe zudem gegen die verkauften Produkte spekuliert.

ase/Reuters



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muwe6161 29.09.2011
1. Verluste via Justiz zurückholen?
Verluste via Justiz zurückholen? Das wäre das ende aller hochspekulativen Papiere! Mein Gott, es gäbe bald keine keine Baskets mehr welche mit hochkomplexen Produkten gefüllt sind sodass nicht einmal der Hersteller genau sagen kann was den nun drin ist. Des Investmant-Banking überhaupt, wäre am Ende! Und das wollen wir doch nicht! Banken welche sich auf das Kerngeschäft zurückziehen? Nein, so was dummes!
n.holgerson 29.09.2011
2. Peinlich
Zitat von muwe6161Verluste via Justiz zurückholen? Das wäre das ende aller hochspekulativen Papiere! Mein Gott, es gäbe bald keine keine Baskets mehr welche mit hochkomplexen Produkten gefüllt sind sodass nicht einmal der Hersteller genau sagen kann was den nun drin ist. Des Investmant-Banking überhaupt, wäre am Ende! Und das wollen wir doch nicht! Banken welche sich auf das Kerngeschäft zurückziehen? Nein, so was dummes!
Wissen sie bei Schadensersatzansprüchen geht es um Schuld bzw. Unschuld. Genau darüber hat ein Gericht zu entscheiden. Wenn ich ihren Beitrag lesen, dann scheint ihnen weder Schuld noch Unschuld wichtig zu sein. Geltendes Recht? Uninteressant. Ihnen scheint ein bestimmt Art von "Geschäften" nicht zu passen. Und jetzt glauben sie, mit ihren ironisch angedachten Kommentar was sinnvolles produziert zu haben. Aber dem ist eben nicht so. Weil ihr Kommentar durchweg peinlich ist. Will man etwas gegen hochspekulative Papiere, Investmentbanken,.... machen, dann muss man die Gesetze ändern. Dazu braucht man entsprechende Mehrheiten. Ihr lächerlicher Kommentar stellt die Sache ja so da, als wenn das Gericht eine andere Wahl gehabt hätte. Aber wenn dem so wäre, dann müssten sie auch aufzeige, wo das Gericht gegen geltendes Recht verstoßen hat. Wie gesagt, ihr Versuch etwas ironisch darzustellen, ist sicher unterhaltsam aber vollkommen ohne Substanz.
RealityCheck 29.09.2011
3. Landesbanken
Zitat von sysopZu wenig Beweise: Die Landesbank Baden-Württemberg ist mit einer Multimillionen-Klage gegen Goldman Sachs bei einem New Yorker Gericht abgeblitzt. Die Stuttgarter hatten von der Investmentbank verbriefte Hypothekenkredite gekauft - und damit Unsummen verloren. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,789159,00.html
Und weshalb haben die "Investmentbanker" der LBBW - ebenso wie die anderer Landesbanken - die Hypothekenbündel nicht aufgemacht und individuelle Kreditnehmer auf ihre Bonität geprüft, wie es zum Beispiel John Paulson machte, bevor er sich dazu entschloss, gegen die Wahrscheinlichkeit zu wetten, dass diese Schuldner ihre Verpflichtungen erfüllen würden? Sie hätten entdeckt, dass zu viele durch gesetzlichen Zwang erteilte 100%-Hypotheken an nicht kreditfähige Leute dabei waren. Weil es "nur" Staatsknete war, die sie investierten, oder weil diese staatliche Bank nicht die richtigen Leute eingestellt hatte? Immerhin sind sie für das Märchen verantwortlich, dass die Banker schuld wären und nicht etwa Politiker mit ihren Wohltaten zum Wählerfang. Werden diese Banker nun wegen ihrer Nachlässigkeit verklagt, oder lässt man es jetzt "gut" sein?
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