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18. September 2014, 12:49 Uhr

Bieterstreit mit Samsung

Hyundai entsetzt Anleger mit Zehn-Milliarden-Grundstücksdeal

Hyundai plant in Seouls Trendbezirk Gangnam eine neue Zentrale. Nach einem Bieterstreit mit Samsung zahlt der Autokonzern nun allein für das Grundstück zehn Milliarden Dollar - das Dreifache des Schätzpreises. Der Deal ließ die Hyundai-Aktie abstürzen.

Seoul - Hyundai sorgt mit einem milliardenteuren Grundstückskauf für Aufsehen. Ein von dem koreanischen Autokonzern angeführtes Konsortium zahlt umgerechnet zehn Milliarden Dollar für die knapp 80.000 Quadratmeter große Fläche, auf der die neue Firmenzentrale entstehen soll. Nach Angaben des bisherigen Eigentümers, der Korea Electric Power Corp. (Kepco), setzte sich Hyundai damit gegen den Mitbewerber Samsung durch.

Das Geschäftsviertel Gangnam gilt als wohlhabendste Gegend von Südkorea, weltweit bekannt wurde es durch den Internethit "Gangnam Style". Doch der nun von Hyundai gezahlte Preis ist selbst für lokale Verhältnis hoch: Nach Angaben von Kepco hatten zwei Gutachter das Grundstück lediglich auf knapp ein Drittel des Gebots geschätzt. Samsung wollte zur Höhe des eigenen Gebots keine Angaben machen.

Hyundai will auf dem Grundstück ein "Global Business Center" bauen, das den 18.000 Mitarbeitern Platz bietet. Die bisherige Zentrale im südlichen Gangnam fasst nur 5000 Menschen. Zudem sind Auto-Ausstellungen, Hotels und Einkaufszentren geplant. Als Vorbild nannte Hyundai die "Autostadt" von Volkswagen in Wolfsburg.

Anleger wollen aber offenbar nicht glauben, dass diese Pläne den astronomischen Preis rechtfertigen. Die Hyundai-Aktie stürzte nach Bekanntgabe des Deals um neun Prozent ab, die des Schwesterunternehmens Kia um zehn Prozent. "Das Gebot ist Nonsens. Ich war fassungslos", sagte der Fondsmanager Kim Sung Soo von LS Asset Management. "Selbst wenn man die Konkurrenz mit Samsung berücksichtigt, ist das Gebot maßlos."

dab/AP/Reuters

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