Zukunftstechnologie Fiat Chrysler hofft jetzt auf Hyundai

Lange hatte Fiat-Chef Sergio Marchionne nach einem starken Partner für Fiat Chrysler gesucht. Jetzt hat er einen kleinen Erfolg errungen: Der südkoreanische Riese Hyundai ist bereit, Technologie zu liefern.

Fiat-Chrysler-Zentrale in Auburn Hills
AP

Fiat-Chrysler-Zentrale in Auburn Hills


Der Autobauer Fiat Chrysler erwägt eine Zusammenarbeit mit dem südkoreanischen Rivalen Hyundai. "Es gibt die Möglichkeit einer technischen Partnerschaft mit Hyundai", sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne am Samstag in der Nähe von Mailand. Er wünsche sich eine starke Allianz. Fiat kaufe bereits bestimmte Komponenten von Hyundai. Vielleicht könne es auch zu einer Vereinbarung etwa in den Bereichen Antriebe und Wasserstoff kommen. Derzeit gebe es dazu aber nichts anzukündigen. Auch glaube er nicht, dass die Allianz zu einer Fusion führen könne.

Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne
REUTERS

Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne


Sollte Hyundai sich zu dem Schritt entschließen, Fiat seine Technologie zur Verfügung zu stellen, dann wäre dies schon ein wichtiger Fortschritt für den italienisch-amerikanischen Konzern. Denn auf dem Gebiet der Elektromobilität besteht ein enormer Nachholbedarf. Der siebtgrößte Autobauer der Welt ist deshalb seit Längerem auf der Suche nach einem Partner oder Käufer, um bei der teuren Entwicklung neuer Technologien wie selbstfahrenden Autos und Elektroautos Boden gutzumachen, Kosten sparen und Emissionsauflagen besser erfüllen zu können.

In Europa und den USA hatte sich Marchionne Absagen eingeholt, etwa von Volkswagen und General Motors. Im August hatte der chinesische Autobauer Great Wall Motor erklärt, Interesse an Fiat Chrysler zu haben.

Wasserstoff gilt als Alternative für Batterien bei Elektroautos, insbesondere wenn es um längere Reichweiten geht. Die Technologie ist allerdings extrem anspruchsvoll und die Entwicklung entsprechend teuer. Hyundai gehört zusammen mit dem japanischen Toyota-Konzern zu den Vorreitern. Auch deutsche Hersteller sind mit von der Partie und arbeiten auf diesem Gebiet zusammen. So hatten Autokonzerne wie Daimler und BMW, Gasehersteller sowie Energieversorger Anfang des Jahres die Wasserstoff-Initiative Hydrogen Council gegründet.

mik/dpa/Reuters



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